Wiesbaden (dpa). Ein weiterer Energiepreissprung hat die Inflation in Deutschland zu Jahresbeginn auf vergleichsweise hohem Niveau gehalten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legten die Verbraucherpreise im Januar 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,9 Prozent zu. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit am Freitag eine erste Schätzung. Im Dezember 2021 hatte die Teuerungsrate bei 5,3 Prozent gelegen.
Inflationsrate bleibt auf hohem Stand
„Die Inflationsrate hat sich im Januar etwas abgeschwächt, nachdem sie im Dezember den höchsten Wert seit fast 30 Jahren erreicht hatte. Sie bleibt aber auf einem hohen Stand“, sagte der Präsident des Bundesamtes, Georg Thiel. Im Vergleich zum Dezember 2021 stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent. Angeheizt wird die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft seit geraumer Zeit vor allem von deutlich gestiegenen Energiepreisen.
Viele Ökonomen erwarten vorerst keine durchgreifende Entspannung an der Preisfront. Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass die Verbraucherpreise in diesem Jahr im Schnitt um deutlich mehr als 4 Prozent zulegen könnten.
