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Mit den Zusatzbeiträgen der Krankenkassen geht es weiter nach oben

Werden Versicherte mit Tricks bei der Beitragsberechnung abgeworben? Was hinter den jüngsten Erhöhungen steckt.

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Hand hält eine Gesundheitskarte über einer Computertastatur. Bild: IMAGO / imagebroker / imago stock&people

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München (tö). Die Zusatzbeiträge für die gesetzliche Krankenversicherung steigen weiter, nun auch mitten im Jahr. Nach einer Welle von Beitragserhöhungen Anfang des Jahres haben mehrere Betriebskrankenkassen zum 1. April oder zum 1. Mai ihre Beiträge erneut erhöht.  Dazu zählen die BKK Salzgitter, BKK VerbundPlus, BKK 24 und BKK Firmus. Bei anderen Krankenkassen ist dies auf deutliche Kritik gestoßen. Der Vorwurf: Kassen versuchen, mit Tricks bei der Beitragsberechnung, Kunden von der Konkurrenz abzuwerben. 

So hatte die BBK Firmus den Zusatzbeitrag zu Jahresbeginn um 0,9 Prozent erhöht, konnte aber damit werben, „zu den günstigsten Krankenkassen Deutschlands“ zu gehören. Aber schon zwei Monate später kündigte die Krankenkasse in mehreren Pressemitteilungen die nächste Erhöhung an. Diese Vorgehensweise halten Mitwettbewerber für äußerst fragwürdig. „Wenn eine Kasse wie die BKK Firmus nur vier Monate nach einer auffällig niedrigen Festsetzung ihren Beitragssatz nach oben korrigiert, dann trickst sie und führt die Beitragszahler hinters Licht“, sagte Olaf Woggan, Chef der AOK Bremen/Bremerhaven, der Wirtschaftswoche. Der zweistufige Anstieg des Zusatzbeitrags sei ein Trick, um zu Jahresbeginn attraktiver zu erscheinen und später eine weitere Erhöhung durchzuführen. 

Als sicher gilt, dass die Beiträge in Zukunft weiter steigen werden. Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, hatte bereits davor gewarnt, dass die Zusatzbeiträge unweigerlich „durch die Decke“ gehen, wenn die neue Bundesregierung nicht gegensteuert. Der Krankenkassenbeitrag wird gebildet aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens und dem von jeder Krankenkasse individuell festgelegten Zusatzbeitrag. Das reichte zuletzt aber nicht aus, um die wachsenden Kosten in der Gesundheitsversorgung zu decken. Anfang des Jahres hatten deshalb bereits fast alle Krankenkassen den Zusatzbeitrag erhöht. Nach Berechnungen der TK lag er bereits Anfang des Jahres bei „ungefähr 2,9 Prozent“. 2024 waren es im Durchschnitt noch 1,7 Prozent. 

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