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Tagesgeld und Festgeld: Drei Prozent Zinsen sind wieder drin

Was Banken für Erspartes bieten. Anleger sollten auf dauerhaft gute Zinsen achten.

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Sparschwein mit Prozentzeichen. – Bild: fotomek - stock.adobe.com

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München (tö). Die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld steigen weiter Stück für Stück. Dies zeigen Analysen des Verbraucherportals biallo.de. Bei einigen Banken sind demnach schon wieder mehr als drei Prozent Zinsen für das Ersparte drin. Was Geldinstitute derzeit bieten – ein Überblick.

Tagesgeld: Im Schnitt 1,37 Prozent

Geld auf Tagesgeldkonten ist täglich verfügbar, dafür sind die Zinsen deutlich niedriger als bei Festgeldanlagen oder Sparbriefen. Die Zinsen für Tagesgeld sind laut biallo.de binnen eines Jahres von 0,06 Prozent auf durchschnittlich 1,37 Prozent gestiegen (Stand: 30.03.2023), zumindest bei den Geldinstituten, die ihre Angebote melden.

Überdurchschnittlich hohe Zinsen gewähren jedoch oft nur kleinere private Banken oder ausländische Geldhäuser. Die zur spanischen Santander-Gruppe gehörende Suresse Direkt Bank zahlt Neukunden jetzt sogar 3,00 Prozent Zinsen für vier Monate garantiert. Wie bei etlichen anderen Anbietern auch fällt der Zinssatz nach dem vierten Monat allerdings deutlich nach unten, auf dann 1,75 Prozent pro Jahr. Das Geld der Kundinnen und Kunden ist bis zu einer Summe von 100.000 Euro über die spanische Einlagensicherung geschützt.

Top-Anbieter aus Deutschland mit deutlich besserem Einlagenschutz rücken für Neukunden bereits mehr als zwei Prozent Zinsen heraus. Zu diesen Geldinstituten zählen etwa die Raiffeisenbank Hochtaunus, die Deutsche Industriebank (IKB) oder die TF-Bank. Anlageexperten raten bei der Suche nach einem Tagesgeldkonto vor allem darauf zu achten, ob die Bank für Bestandskunden dauerhaft überdurchschnittlich hohe Zinsen überweist.

Festgeld: Im Schnitt 1,78 Prozent bei einem Jahr Laufzeit

Dabei vertraut man einer Bank sein Erspartes für eine bestimmte Laufzeit an und erhält dafür vorher fest vereinbarte Zinsen. Ende März zahlten laut biallo.de Banken für Festgeld mit einer Laufzeit von sechs Monaten durchschnittlich 1,56 Prozent Zinsen, bei einer Laufzeit von einem Jahr 1,78 Prozent. Einige Banken mit deutscher Einlagensicherung bieten für einjähriges Festgeld aber bereits wieder deutlich mehr Zinsen. Dazu zählen die ABC-Bank (2,95 Prozent), die Deutsche Pfandbriefbank (pbb direkt, 2,50 Prozent) und die Volksbank Niederbayern-Oberpfalz (2,40 Prozent). Bei zwei Jahren Laufzeit gibt es bei der ABC-Bank und der pbb-direkt sogar Zinsen von 3,50 beziehungsweise 3,15 Prozent.

Die meisten Sparkassen und Genossenschaftsbanken liegen mit ihren Angeboten deutlich darunter. Geldinstitute mit Filialnetz haben ihre Zinsen in den vergangenen Wochen jedoch auch kräftig angehoben.

Wer Geld auf Tagesgeld- und Festgeldkonten anlegt, liegt mit der Verzinsung derzeit deutlich unter der Inflationsrate. Zinsanlagen eignen sich laut Stiftung Warentest aber als Sicherheitsbaustein im Rahmen einer langfristigen Anlagestrategie, gerade auch für die zusätzliche Altersvorsorge. Dabei wird ein Teil des Geldes sicher gespart, der andere Teil fließt in aktienbasierte Fondssparpläne.

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