Erfurt (dpa/tmn). Kennen Sie den Unterschied zwischen einer Aktie und einem Fonds? Und lässt der Begriff „Rentenlücke“ Sie kalt, weil Sie aktiv Vorsorge betreiben? Einer repräsentativen Umfrage der IU Internationalen Hochschule zufolge zeigen sich Deutsche in Sachen Finanzbildung zumindest sehr selbstbewusst – nicht unbedingt zu Recht.
Vier von fünf Befragten (79,7 Prozent) schätzen ihre eigene finanzielle Bildung demnach „eher gut“ bis „sehr gut“ ein. Als wichtigste Quellen für ihr Finanzwissen gaben die Befragten unter anderem die Familie (41,3 Prozent), allgemeine Ratgeberbücher und -zeitschriften (37,1 Prozent) sowie Finanzwebseiten (36,6 Prozent) an. Von Influencerinnen und Influencern in den Sozialen Medien lassen sich immerhin zwei von fünf Deutschen (19,6 Prozent) informieren.
Im Rahmen der Studie hat die Hochschule auch das tatsächliche Finanzwissen der Befragten anhand eines Tests untersucht – und die Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. Von maximal 20 möglichen Punkten erreichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Schnitt nur etwas mehr als die Hälfte (10,7 Punkte). Studienleiter Prof. Johannes Treu schließt aus der deutlichen Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlichem Wissen, dass das eigene Finanzwissen oft überschätzt wird. Das kann bei Anlageentscheidungen gefährlich sein.
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