München (tö). Schon wieder ein Rekord: Im Jahr 2023 haben Erwerbstätige so viele Arzneimittel verschrieben bekommen wie noch nie. Das zeigt zumindest eine neue Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach erhielt im vergangenen Jahr jede TK-versicherte Erwerbsperson durchschnittlich 275 Tagesdosen von einem Arzt oder einer Ärztin verordnet. Im Jahr davor waren es noch 269 Tagesdosen und im Jahr 2000, zum Beginn der Auswertung, lediglich 201 Tagesdosen. Die Versicherten brauchen also offenbar immer mehr Medikamente und/oder bekommen immer mehr verschrieben. Zu den Gründen für diesen rasanten Anstieg äußerte sich die TK, die mit elf Millionen Mitgliedern Deutschlands größte Krankenkasse ist, in ihrer Mitteilung nicht.
In Sachsen-Anhalt die meisten Tagesdosen
Für die Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,7 Millionen versicherten Erwerbspersonen analysiert. Der Krankenkasse zufolge werden mit Abstand am häufigsten Herzkreislaufmedikamente verordnet, zum Beispiel Blutdrucksenker (105 Tagesdosen je Erwerbsperson). Es folgen Medikamente gegen Magen-/Darmbeschwerden und Sodbrennen (37 Tagesdosen) sowie Arzneimittel für das Nervensystem, wie zum Beispiel Antidepressiva (29 Tagesdosen).
Auffällig ist, dass sich die Anzahl der Verordnungen regional stark unterscheidet. Die meisten Medikamente wurden Erwerbspersonen laut TK in Sachsen-Anhalt (320 Tagesdosen) und dem Saarland (313 Tagesdosen) verordnet, die wenigsten in den wirtschaftlich als besonders stark geltenden Bundesländern Bayern (248 Tagesdosen) und Baden-Württemberg (244 Tagesdosen).
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