Ihre-Vorsorge Logo

Ausdauertraining: Wie anstrengend muss es sein?

Regelmäßiges Ausdauertraining tut uns gut, schützt das Herz-Kreislauf-System, macht uns fitter. Doch nicht für jeden ist es das Richtige, den Körper an seine Grenzen treiben. Geht es auch entspannter?

Artikel vorlesen

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlicht

Eine Frau schwimmt. Bildnachweis: wdv © Lauer. Jan

© Nicht definiert

Saarbrücken (dpa/tmn). Was Joggen, Walken, Schwimmen, Radfahren und Cardio-Workouts gemeinsam haben? Sie trainieren unsere Ausdauer. Das zahlt sich aus – nicht nur, weil die Sport-Einheit nach einem anstrengenden Tag für einen freien Kopf sorgt oder uns morgens in Schwung bringt. 

„Regelmäßiges Ausdauertraining verbessert die Fitness und senkt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, sagt Marcel Reuter, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). 

HIIT ist besonders schweißtreibend

Viele haben vom Training aber ein bestimmtes Bild im Kopf – das ihnen die Lust auf Bewegung vielleicht sogar verdirbt. Ob auf dem Rad, der Laufstrecke oder der Matte: Der Schweiß muss laufen, der Körper richtig an seine Grenzen gepusht werden. Nur dann bringt all das hier etwas, oder?

HIIT lautet hier oft das Stichwort, dahinter verbirgt sich das sogenannte hochintensive Intervalltraining. Bei dieser Trainingsmethode gibt es kurze Belastungsintervalle von wenigen Minuten, „die sich sehr anstrengend anfühlen“, so Reuter, gefolgt von kurzen Pausen. HIIT setzt eine gute Belastbarkeit voraus. 

Was, wenn man die nicht hat? Oder einfach keine Lust darauf hat, sich zu verausgaben? Die gute Nachricht: Ausdauertraining kann auch entspannter aussehen – und ebenso auf die Gesundheit einzahlen.

LISS heißt: genug Luft, um sich unterhalten

LISS lautet hier die Bezeichnung. Das steht für „Low-Intensity Steady State“, übersetzt: niedrige Intensität im Dauerzustand. Ob beim Laufen, Radfahren oder Schwimmen – hier trainiert man mit moderater Intensität. Heißt: „Diese Methode fühlt sich etwas anstrengend an, lässt aber genügend Luft, um sich zu unterhalten“, sagt Marcel Reuter. Dafür sind die Einheiten insgesamt länger.

Wie viel LISS-Training nötig ist, um gesundheitliche Effekte zu erreichen? Hier hilft ein Blick auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Pro Woche sollten es für Erwachsene 150 Minuten moderates Ausdauertraining sein. Die lassen sich zum Beispiel auf drei Sessions mit je 50 Minuten aufteilen.

Es kommt auch auf Ziele und Zeitbudget an

Und was ist nun besser – HIIT oder LISS? „Studien belegen, dass beide Methoden die körperliche Fitness steigern und sich positiv auf die Gesundheit auswirken – etwa durch die Senkung von Blutdruck oder Körperfett“, sagt Marcel Reuter.

Wer allerdings besonders zeiteffizient sporteln will, ist mit HIIT besser bedient. „So können in kürzerer Zeit vergleichbare oder sogar bessere Ergebnisse erzielt werden“, sagt der Fitness-Experte. Wer auf dieses intensive Ausdauertraining setzt, kommt gemäß der WHO-Empfehlung mit 75 Minuten Aktivität pro Woche aus. Moderates und intensives Training lassen sich aber auch kombinieren. 

Sportliche Ziele, Zeitbudget, körperliche Voraussetzungen: All das spielt Reuter zufolge eine Rolle, wenn es darum geht, den passenden Trainingsansatz für sich selbst zu finden. Menschen mit Vorerkrankungen, etwa des Herz-Kreislauf-Systems, sollten sich allerdings vorab sportmedizinisch durchchecken lassen.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Wenn eine Grippewelle anrollt, können viele Beschäftigte nicht zur Arbeit gehen. Für den Krankenstand haben aber auch andere Erkrankungen zusehends starke Effekte, wie eine Analyse ergab.

Time
2 Minuten

Geht es um die gesundheitlichen Risiken von Körperfett, sind Bauchpolster kritischer als Hüftgold. Wie Sie mit Maßband und Taschenrechner herausfinden, wo Sie stehen.

Time
2 Minuten

Umwelt-Faktoren sind Teil unseres Alltags und können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Was die Deutsche Herzstiftung rät und was Experten sagen.

Time
2 Minuten

Dentalphobie ist keine Einbildung: Doch wer Zahnarztpraxen meidet, riskiert mehr Beschwerden. Warum ein offener Umgang mit der Angst hilft. Und was Sie mit ihrem Zahnarzt besprechen sollten.

Time
4 Minuten

Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung infiziert sich jährlich mit Grippeviren. Dazu kommen weitere Atemwegserkrankungen. Den Beginn machen die Erkältungsviren.

Time
2 Minuten

Nach der Abnehmspritze ist inzwischen auch die Abnehmtablette in Deutschland erhältlich. Bisher sei die Nachfrage aber verhalten, sagen die Apotheken. Die Spritze habe klare Vorteile.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026