Stuttgart (dpa/lsw). In keiner anderen deutschen Region sind die Menschen der Krankenkasse Barmer zufolge gesünder als im Kreis Tübingen. Ebenso wie der bayerische Landkreis Freising trägt der Kreis Tübingen im Vergleich zum Bundesgebiet nur 70 Prozent der durchschnittlichen Krankheitslast, wie aus dem sogenannten Morbiditäts- und Sozialatlas der Barmer hervorgeht, der für jeden im Internet einsehbar ist und aus dem die Krankenkasse bereits im Mai Auszüge vorgestellt hatte.
Morbidität misst die Häufigkeit von Erkrankungen
Die Krankheitslast oder Morbidität misst die Häufigkeit von Erkrankungen. Baden-Württemberg schneidet nach Angaben von Barmer-Landesgeschäftsführer Winfried Plötze bei der Belastung durch Krankheiten überaus gut ab: Der Südwesten sei das Flächenland, dessen Menschen mit 88 Prozent des Bundesdurchschnitts die geringste Krankheitslast zu tragen habe, sagte er am Mittwoch in Stuttgart. „Da können ansonsten nur die Stadtstaaten Bremen und Hamburg mithalten.“
Für den Atlas hat die Barmer nach eigenen Angaben die Daten der stationären und ambulanten Behandlungen ihrer Versicherten aus den Jahren 2018 bis 2020 ausgewertet.
