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Bluthochdruck in der Menopause? Was Frauen wissen sollten

Früher waren Ihre Blutdruckwerte nie auffällig, in den Wechseljahren tanzen sie auf einmal aus der Reihe? Keine Seltenheit. Warum nun das Risiko für Bluthochdruck steigt – und was Frauen tun können.

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Arzt im Gespräch mit erkrankter Frau über Rehabilitation, Prävention und Gesundheit. – Bild: wdv.de © Jan Lauer

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Berlin (dpa/tmn). Durch die Wechseljahre verändert sich vieles im Körper. Und manchmal kommen gesundheitliche Probleme dazu, die vorher gar kein Thema waren. Ein Beispiel: In der Menopause verdoppelt sich das Risiko, einen Bluthochdruck zu entwickeln, heißt es von der Deutschen Herzstiftung. 

Was den Blutdruck in der Menopause ansteigen lässt

Das hat vor allem damit zu tun, dass der Östrogenspiegel in dieser Phase absinkt – und damit auch die schützenden Auswirkungen dieses Hormons abhandenkommen. 

So hilft Östrogen dabei, die Gefäße elastisch zu halten, wodurch das Herz weniger Kraft aufbringen muss, um den Blutfluss aufrechtzuerhalten. Insgesamt wirkt das Hormon blutdrucksenkend und schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zugleich steigt in den Wechseljahren der Testosteronspiegel an. Das kann dazu führen, dass Frauen verstärkt in der Bauchregion Fett einlagern. Dieses Fett kann laut der Deutschen Herzstiftung selbst Hormone produzieren, die erstens den Blutdruck ansteigen lassen und zweitens den Appetit anregen und dadurch Übergewicht begünstigen können – ein weiterer Risikofaktor für Bluthochdruck. 

Auch Stress und Schlafstörungen erhöhen das Risiko, dass sich ein Bluthochdruck entwickelt. Beides sind für viele Frauen typische Begleiterscheinungen der Wechseljahre. 

Wie Frauen einem Bluthochdruck auf die Spur kommen

Tückisch: Bluthochdruck verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Er zahlt in dieser Zeit aber bereits auf das Risiko ein, eines Tages einen Herzinfarkt, eine Herzschwäche oder einen Schlaganfall zu erleiden. Wichtig ist also, ihm überhaupt auf die Spur zu kommen. 

„Frauen sollten deshalb wachsam für ihren Blutdruck sein und ihn regelmäßig beim Arzt messen lassen oder ihn selbst messen“, rät Prof. Christiane Tiefenbacher, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Ein guter Anfang: Wenn man ohnehin beim Gynäkologen oder der Hausärztin ist, nach einer Blutdruckmessung fragen – wenn das Praxispersonal nicht von sich aus die Manschette anlegt. 

Sinnvoll ist der Deutschen Herzstiftung zufolge auch, den Vorsorge-Check-up in der Hausarztpraxis in Anspruch zu nehmen. Wer gesetzlich versichert ist, hat ab einem Alter von 35 Jahren alle drei Jahre Anspruch darauf. Bei dem Termin werden Blutdruck, Blutzucker, Blutfette (Cholesterin) und Körpergewicht kontrolliert. „Dadurch lassen sich unerkannte Risikokrankheiten für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche aufdecken“, so Tiefenbacher.

Welche Gewohnheiten das Herz schützen

Gesunde Lebensgewohnheiten aufbauen: Frauen, die dieses Ziel verfolgen, kommen nicht nur besser durch die Wechseljahre, sondern tun auch ihrem Herzen Gutes. Worauf es dabei den Herz-Experten zufolge ankommt: 

  • Regelmäßige Bewegung: Ideal ist Ausdauerbewegung wie schnelles Gehen, Radfahren oder Schwimmen, am besten an fünf Tagen pro Woche für mindestens 30 Minuten.
  • Ausgewogene Ernährung: „Mediterran“ lautet hier das Stichwort – viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst, wenig Fleisch, dafür eher Fisch. Plus: beim Würzen eher auf Kräuter als auf Salz setzen.
  • Entspannung fördern: Stress lässt den Blutdruck ansteigen. Wichtig also: Inseln der Ruhe in den Alltag einbauen. Auch Entspannungstechniken von Yoga bis hin zur progressiven Muskelentspannung können helfen.

Ebenfalls wichtig: Übergewicht vermeiden sowie auf Rauchen und Alkohol verzichten. Und es lohnt auch, am eigenen Schlaf anzusetzen: Vermiesen Schweißausbrüche und Hitzewallungen Frauen die Nächte, sollten sie das Thema bei Arzt oder Ärztin ansprechen. Oft gibt es Möglichkeiten, diese Beschwerden zu lindern – und die Nächte zu verbessern.


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