Stuttgart (kvbw). Früherkennung ist immer noch die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen Brustkrebs. Darauf weist der Krebsverband Baden-Württemberg hin. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen. Frauen, die zusätzlich zur jährlichen gynäkologischen Untersuchung ihre Brust regelmäßig selbst abtasten, sind vertraut mit ihrem Körper und nehmen häufig auch kleinere Veränderungen frühzeitig wahr. Dennoch herrscht bei vielen Frauen Unsicherheit darüber, wie und in welchen Abständen sie ihre Brust untersuchen sollen.
Brust richtig abtasten
Um Veränderungen des Brustgewebes zu erspüren, kommt es vor allem auf die richtige Abtast-Technik an. Hier ist es wichtig, die ganze Brust abzutasten, auch den Bereich hinter der Brustwarze und die Achselhöhlen. Die linke Brust mit der rechten Hand und die rechte Brust mit der linken Hand untersuchen. Im Uhrzeigersinn vorgehen und jeweils ein Viertel der Brust abtasten. Gibt es Verhärtungen, Knötchen oder empfindliche Stellen?
Bei großen Brüsten kann die Selbstuntersuchung gut in der Rückenlage gemacht werden, denn im Liegen ist das Drüsengewebe gleichmäßiger verteilt als im Stehen oder Sitzen. Der Blick in den Spiegel, auch mal mit gehobenen Armen, hilft, Einziehung der Haut, Erhebungen oder auch eine Schwellung zu erkennen. Dabei gilt eine „ungezwungene“ Routine: Am besten einmal im Monat, circa eine Woche nach Ende der Regelblutung, dann ist die Brustdrüse am wenigsten knotig.
Sollten bei der regelmäßigen Selbstuntersuchung Veränderungen auffallen, gilt die Empfehlung, zeitnah das Gespräch mit der Gynäkologin oder dem Gynäkologen zu suchen. Die meisten Veränderungen sind gutartig, aber Sicherheit bringt nur die medizinische Abklärung. Deshalb nicht zögern.
