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„Corona ist für Hunderttausende nicht vorbei“

Eckart von Hirschhausen widmet sich in seiner TV-Doku den Folgen der Corona-Pandemie. Der Arzt und Moderator spart nicht mit Kritik.

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Arzt und TV-Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen (Bild: Imago/Zoonar.com/Axel Kammerer)

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Köln (dpa). Der Arzt und Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen (55) macht auf das Schicksal vieler Menschen aufmerksam, die auch weiterhin mit den Folgen der Corona-Pandemie leben müssen. „Corona ist leider für viele Hunderttausende Menschen mit Long Covid oder dem Chronischen Erschöpfungssyndrom ME/CFS überhaupt nicht vorbei“, sagte Hirschhausen der Deutschen Presse-Agentur. Das Erste zeigt am Montag um 20.15 Uhr seine WDR-Dokumentation „Hirschhausen – Was von Corona übrig bleibt“ (seit Samstag vorab in der ARD Mediathek). „Wir haben eine neue Volkskrankheit, in der Mitte der Gesellschaft“, sagte Hirschhausen. „Junge, gesunde Menschen sind aus ihrem Leben gerissen, haben schwerste körperliche Beschwerden und werden in unserem Gesundheitswesen brutal alleine gelassen.“ Diesen Menschen und allen, die sich um sie kümmern, wolle er mit dem Film eine Stimme geben. Der Moderator und Kabarettist kritisierte, dass von der großen Welle der Solidarität zu Beginn der Krise „bedauerlich wenig übrig geblieben“ sei. „Wir haben leider auch bis heute keine gute Antwort auf die parallele Epidemie von Fehlinformation und Hass im Netz. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Journalisten und Ärzte werden eingeschüchtert, bedroht und diffamiert. Das dürfen wir für unsere liberale Demokratie nicht zulassen.“ Gerade weil er sich öffentlich für die Impfung eingesetzt habe, sei es ihm aber auch ein Anliegen, über die seltenen, aber heftigen Fälle von „Post-Vac“ zu sprechen, „also Schäden durch die Impfung, die unzureichend erfasst und behandelt werden“. Er habe „einen athletischen jungen Mann getroffen, der lange als psychisch krank abgestempelt wurde, obwohl er handfeste organische Symptome bis hin zu Thrombosen hatte“.

„Kaum Hilfe für Menschen mit Long-Covid“

Menschen mit Long-Covid-Symptomen fänden kaum Hilfe im Gesundheitswesen, so Hirschhausen. „Die Symptome sind sehr vielfältig und mehrdeutig, und es gibt viel zu wenig Ärztinnen und Ärzte, die sich damit auskennen. Patienten berichten von langen Irrwegen, falschen Diagnosen und harter Ablehnung der Verantwortlichkeit.“ Mit „einem guten Fragebogen und Gespräch, mit ausführlicher körperlicher Untersuchung mit Handkraftmessung und einfachen Kreislauftests und Blutanalysen“ sei die Diagnose möglich. „Es braucht Fachwissen und Zeit, beides knappe Güter im Gesundheitswesen – und die Kassen zahlen die speziellen Untersuchungen nicht, geschweige denn die Therapien, die sich in Einzelfällen schon als hilfreich erwiesen haben.“ Ein Problem seien auch fehlende Medikamente. Es gebe kaum koordinierte und finanzierte Forschung. „Keiner fühlt sich richtig zuständig, die Krankenkassen nicht, die Ärzteverbände nicht, das Gesundheitsministerium nicht. Und so dreht sich die Frage, was wirklich wirkt, seit Jahren im Kreis. Dabei ist klar, dass die Zeit knapp ist. Je früher jemand behandelt wird, desto weniger besteht die Gefahr, sich gar nicht mehr zu erholen. Für einige Symptome sind auch bewährte und zugelassene Medikamente hilfreich.“

Post-Covid: Reha der Deutschen Rentenversicherung kann helfen

Nach einer Covid-Erkrankung leiden viele Menschen noch lange unter gesundheitlichen Folgen – bekannt als Post-Covid-Syndrom. Die Reha-Zentren der Deutschen Rentenversicherung bieten für viele Beschwerdebilder vielfältige Behandlungsmöglichkeiten an. Eine Post-Covid-Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung, die auf die persönlichen Beschwerden der Betroffenen zugeschnitten ist, unterstützt dabei, wieder vollständig gesund zu werden. Weitere Informationen zur Post-Covid-Reha der Deutschen Rentenversicherung

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