Ihre-Vorsorge Logo

Diese Fakten sollten Sie zu Ebola kennen

Im Ostkongo breitet sich eine seltene Ebola-Variante aus. Was macht das Virus so gefährlich und wie kann man sich dagegen schützen?

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Krankenhaus Patientenzimmer mit leerem Bett. Bild: IMAGO / Jochen Tack / imago stock&people

© Nicht definiert

Strenge Isolation ist der beste Schutz bei Verdacht auf eine Ebola-Infektion.

Kinshasa/Genf (dpa). Der Ausbruch einer seltenen Ebola-Variante im Osten der Demokratischen Republik Kongo und Uganda sorgt weltweit für Besorgnis. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief wegen der Ausbreitungsgefahr in der Region den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Dies soll informieren, dass es ein dringliches Problem gibt, und die Zusammenarbeit zwischen Ländern stärken. Fünf wichtige Fakten zu Ebola:

Was bei einer Ebola-Infektion passiert

Die Krankheit beginnt oft mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwäche oder Durchfall. Später können Erbrechen, innere und äußere Blutungen sowie Organversagen auftreten. Die Inkubationszeit beträgt laut WHO zwischen zwei Tagen und drei Wochen.

Was das Virus so gefährlich macht

Ebola gehört zu den tödlichsten bekannten Infektionskrankheiten. Je nach Virusvariante und Ausbruch sterben laut WHO 25 bis 90 Prozent der Erkrankten. Die Bundibugyo-Variante hat nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent. Besonders schwierig ist die Eindämmung in Krisenregionen mit schwachen Gesundheitssystemen und schlechter medizinischer Versorgung.

Wie schnell es sich ausbreiten kann

Das Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen – etwa Blut, Schweiß, Erbrochenes oder andere Sekrete. Auch Tote bleiben ansteckend. Erkrankte sind jedoch erst mit Auftreten von Symptomen infektiös, was die Nachverfolgung von Kontaktpersonen erleichtert. Experten halten auch deshalb großflächige Ebola-Pandemien für eher unwahrscheinlich, weil Erkrankte meist rasch schwere Symptome entwickeln und Infektionsketten dadurch leichter unterbrochen werden können.

Wie man sich schützen kann

Wichtig sind Isolation von Erkrankten, Schutzkleidung für medizinisches Personal sowie die Überwachung von Kontaktpersonen. Gegen die häufigere Zaire-Variante gibt es Impfstoffe. Für die nun im Kongo nachgewiesene seltene Bundibugyo-Variante, von der erst zwei kleinere Ausbrüche 2007 und 2012 bekannt sind, existieren laut WHO bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische Therapie.

Wie schlimm es werden kann

Experten halten eine großflächige Ausbreitung in Europa derzeit für sehr unwahrscheinlich, warnen aber vor einer weiteren Ausbreitung in Afrika. Der bislang schwerste Ebola-Ausbruch in Westafrika kostete zwischen 2014 und 2016 mehr als 11.000 Menschen das Leben. Der zweitgrößte Ausbruch ereignete sich von 2018 bis 2020 im Ostkongo mit mehr als 2.200 Todesfällen.

Die bewaffneten Konflikte, die in den damals wie heute betroffenen kongolesischen Provinzen Ituri und Nord-Kivu die Arbeit für Helfer erschwerten, haben sich seitdem deutlich verschlimmert. Milizen kontrollieren große Teile der rohstoffreichen Gebiete. Hilfsorganisationen wie das International Rescue Committee machen massive Kürzungen der Hilfsgelder für Gesundheits- und Vorsorgeprogramme, insbesondere der USA, mit dafür verantwortlich, dass der Ausbruch wohl erst nach Dutzenden unbemerkten Infektionen erkannt wurde.


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Manchmal reicht das Einatmen von kühler Luft und schon zieht es fies. Wer empfindliche Zähne hat, fragt sich: Was kann ich dagegen tun? Experten geben zum Teil überraschende Tipps.

Time
2 Minuten

Weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht? Experten zufolge ist das zu kurz. In Deutschland trifft das aber auf viele Menschen zu. Vor allem eine Gruppe ist betroffen, wie eine Untersuchung zeigt.

Time
3 Minuten

Eine Übersichtsstudie zeigt: E-Zigaretten helfen mehr Rauchern beim Ausstieg als andere Methoden. Doch sind sie wirklich die beste Art zum Aufhören? Krebsforscher bleiben kritisch.

Time
2 Minuten

Die Behandlung mit Abnehmspritzen wie Wegovy oder Mounjaro kostet mehrere Hundert Euro im Monat. Eine Kostenübernahme könnte die GKV mit Milliarden belasten, warnt Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands.

Time
2 Minuten

Neue Funktionen sollen die elektronische Patientenaktie attraktiver machen. Welchen konkreten Nutzen bringt das den Versicherten?

Time
2 Minuten

Mehr als 35.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einer Sepsis. Wie Sie die Warnzeichen selbst erkennen können – und warum schnelle Hilfe Leben rettet.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026