München (tö). Seit Anfang Juli wird die elektronische Patientenakte (ePA) schrittweise um neue Funktionen erweitert, um ihre Attraktivität für die Krankenversicherten zu erhöhen. Darauf hat die Gematik aufmerksam gemacht. Die Gesellschaft soll die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland vorantreiben.
Push-Benachrichtigungen für besseren Überblick
Nach Angaben der Gematik erhalten die ePA-Apps der Krankenkassen nach und nach ein Update, mit dem schrittweise neue Funktionen der elektronischen Patientenakte „erlebbar werden“ sollen. Demnach können Versicherte Push-Benachrichtigungen erhalten, wenn sich etwas in ihrer ePA bewegt, ohne die ePA-App selbst öffnen zu müssen – vorausgesetzt, sie haben diese Funktion eingestellt. Dabei können sie laut Gematik festlegen, worüber sie informiert werden möchten: „etwa, wenn nach dem Krankenhaus-Aufenthalt der Entlassbrief hochgeladen wird oder wenn die neue Facharzt-Praxis auf die eigene Akte zugreift“. So sollen die Versicherten leichter einen Überblick über ihre Akte gewinnen können.
Elektronischer Medikationsplan mit Hinweisfunktion
Eine weitere Neuerung ist der elektronische Medikationsplan (eMP). Dieser soll laut Gematik eine wichtige Rolle im Medikationsmanagement übernehmen. Der eMP biete „nicht nur eine Übersicht über das Verordnungs- und Abgabegeschehen, sondern eine darüberhinausgehende Darstellung der aktuellen und institutionsübergreifenden Gesamtmedikation eines Versicherten mit weiterführenden Hinweisen, die die versicherte Person darin unterstützen, die Therapie sicher und erfolgreich umzusetzen“, teilte die Gesellschaft mit.
Die neuen Funktionen werden allerdings nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise eingeführt. Sie sind nicht sofort überall verfügbar, sondern zunächst – wie bei der Einführung der ePA – in Modellregionen, „bevor der Rollout in ganz Deutschland startet“, so die Gematik.
