Karlsruhe/Stuttgart (drv/sth). Die Deutsche Rentenversicherung wird in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem mit Leistungen rund um die Rente in Verbindung gebracht. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Alterssicherungssysteme stellte Karoline Bauer, alternierende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV BW), am Dienstag bei der Vertreterversammlung des südwestdeutschen Rentenversicherers jedoch klar: „Die DRV Baden-Württemberg ist mehr und - als größter regionaler Rentenversicherungsträger in Deutschland - im Bereich Prävention und Rehabilitation eine starke Partnerin für Versicherte und Unternehmen in der Region.“ Der Arbeitsmarkt der Zukunft stehe und falle mit der Dauer der Erwerbstätigkeit von Arbeitnehmenden, so Bauer. Vor diesem Hintergrund lautete ihr Appell in Richtung Landesregierung: „Es ist wichtig, dass wir am Ball bleiben und mit weiteren Investitionen auch auf die wachsenden Bedürfnisse der Menschen reagieren.“
Präventions- und RehaLÄND Baden-Württemberg
Wer frühzeitig vorsorgt, ist auf dem richtigen Weg. „Das Plus von 85,7 Prozent bei der Inanspruchnahme unserer Präventionsangebote RV Fit und RV Fit KOMPAKT belegt, dass diese passgenau auf die Bedürfnisse der Berufstätigen abgestimmt sind“, stellte Hans-Michael Diwisch, alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung, bei derselben Sitzung fest. Beide kostenfreie Programme gingen mit Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung erfolgreich erste gesundheitliche Probleme aktiv an. Auch im Reha-Bereich verzeichnet die DRV BW Diwischs Angaben zufolge einen beachtlichen Zuwachs. „Reha rettet Lebensläufe, wenn komplexe gesundheitliche Probleme therapiert werden können. Gerade an den Schnittstellen zwischen Firmen und Arbeitnehmenden ist eine Unterstützung durch die Fachleute der DRV Baden-Württemberg hilfreich und kann sogar Jobs mit Perspektiven eröffnen“, so Diwisch.
Die DRV BW nimmt sich der gesellschaftlichen Herausforderung fehlender Fach- und Arbeitskräfte mit dem Firmenservice - flankiert von den Ansprechstellen für Prävention und Reha – flächendeckend an. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können von den Leistungen profitieren. Das Ziel ist, die Generationen fit für den Arbeitsmarkt zu erhalten. Firmen, die Demografie als Chance sehen und auf Mehrgenerationen-Belegschaften bauen, sind keine Seltenheit. Laut Statistischem Landesamt BW belegt THE LÄND 2023 deutschlandweit die höchste Beschäftigungsquote der älteren Generation, denn jeder neunte Beschäftigte ist über 60 Jahre. „Mit den Angeboten der DRV BW steht der Arbeitsmarkt der Zukunft an dieser Stelle auf einem guten Fundament“, stellte Bauer fest.
Ausbildung, Duales-Studium und Mentoring-Programm
Ein Erfolgsmodell ist nach Angaben von Teamleiterin Miriam Fritz das attraktive Angebot der DRV BW mit zwei Ausbildungs- und drei Dualen Studiengängen. Jedes Jahr starteten mehr als 100 junge Menschen bei der DRV BW. Für den Arbeitsplatz mit Zukunft brauche es jedoch viele Bausteine: Neben einer guten Ausbildung, Weiterbildungsmaßnahmen, modernen Arbeitsmitteln und flexiblen, familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen setze die DRV BW zunehmend auf die Qualifizierung neuer Führungskräfte aus den eigenen Reihen, sagte Fritz.
Mentees wie Selina Brenner und Lilli Schilling sehen einen hohen Mehrwert in dem Mentoring-Programm für weibliche Führungskräfte. Es gehe neben klassischen Führungsthemen und Veränderungsprozessen auch um ein klares Verständnis für die Geschlechterrollen und eine angepasste Kommunikation. So gibt es vielfältige Fragen der Diversität durch Führungskräfte zu moderieren. Für diese spannende Herausforderung müssen Unternehmen unterstützende Formate bereitstellen. „Wir haben damit bisher ausgezeichnete Erfahrungen gemacht und unsere Programme um Meet to lead für alle potentiellen Führungskräfte ergänzt“, betonte Direktorin Gabriele Frenzer-Wolf.
