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Eier? Aber sicher! Hygiene-Tipps nicht nur zu Ostern

Ostereier auspusten? Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät zu Vorsicht und erklärt, wie Keime auf Eiern beim Basteln und Kochen sicher vermieden werden können.

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Eier? Aber sicher! Hygiene-Tipps nicht nur zu Ostern

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Ob fürs Frühstücksei, den Kuchenteig oder das Osterbasteln: Eier gehören für viele zum Alltag – gerade rund um Ostern sind sie mehr als ein Nahrungsmittel und kommen verstärkt in der Küche und beim Basteln zum Einsatz. Doch beim Umgang mit rohen Eiern ist Vorsicht geboten. Denn auf und unter der Schale können Krankheitserreger sitzen.

Keime auf Eiern

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) kommen vor allem Salmonellen und Campylobacter vergleichsweise häufig vor. „Das sind Bakterien, die beim Menschen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen können“, sagt Istvan Szabo, Leiter des Nationalen Referenzlabors Salmonella am BfR.

Die Legehühner selbst sind oft nicht krank, können die Erreger aber auf die Eier übertragen. Auch beim Verpacken können Keime von einem Ei auf andere gelangen.

So lagern Sie Eier richtig

Um das Risiko zu verringern, sollten Eier im Kühlschrank aufbewahrt werden – idealerweise bei vier bis sechs Grad. Bei diesen Temperaturen können sich Krankheitserreger auf der Schale kaum vermehren. 
Wichtig: einmal gekühlt, sollte man Eier keinen höheren Temperaturen aussetzen, warnen die Verbraucherzentralen. Sonst könne sich Kondenswasser bilden, die Schale schädigen und Keime ins Innere gelangen.

Durchgaren schützt vor Infektionen

Wer Eier ausreichend erhitzt, ist auf der sicheren Seite: „Es gibt einen schönen Grundwert: Mindestens zwei Minuten bei mindestens 70 Grad Kerntemperatur“, erklärt Szabo. „Wenn wir das beim Eierkochen, beim Rührei machen oder im Ofen erreicht haben – dann können wir uns sehr, sehr sicher sein, dass diese Erreger abgetötet wurden.“

Eier auspusten: besser nicht

Beim Ausblasen von Ostereiern sollten Eier möglichst nicht direkt mit dem Mund ausgepustet werden, da auch im Inneren Keime stecken können. Hilfsmittel wie Strohhalme oder Blasebälge helfen, direkten Kontakt zu vermeiden, so das BfR. In jedem Fall sollte man hierfür frische Eier verwenden und diese vorher mit lauwarmem Wasser und Spülmittel abwaschen. So können eventuell vorhandene Erreger zumindest von der Schale entfernt werden.

Alternativ kann man hart gekochte oder Eier aus Kunststoff, Holz & Co. zum Dekorieren nutzen.

Vorsicht bei rohen Eiern

Besonders aufmerksam sollten Verbraucherinnen und Verbraucher sein, wenn Eier roh verwendet werden – etwa für Desserts wie Tiramisu oder beim Ausblasen von Ostereiern. Ohne Erhitzen können sich Keime leichter vermehren. Auch hier empfiehlt das BfR, ausschließlich frische Eier zu verwenden.

... und woran erkenne ich, dass Eier frisch sind?

Grundsätzlich gilt: Ab dem Legedatum ist ein Ei 28 Tage haltbar. Um herauszufinden, ob man ein Ei noch sicher verwenden kann, gibt es etwa drei einfache Tests:

  • Schütteln: Hört man dabei kein Geräusch, ist das Ei frisch. Gluckert es, ist es bereits älter.
  • Wassertest: Eine Schüssel mit Wasser füllen und das Ei hineinlegen. Je höher es im Wasser schwimmt, desto älter ist es – wenn es ganz oben schwimmt, sollte man es nicht mehr verzehren.
  • Eiklar-Check: hierfür schlägt man ein Ei auf. Bei einem frischen Ei ist das Eiklar dickflüssiger und trennt sich deutlich in Außen- und Innenhof. Außen ist es flacher, innen höher gewölbt und darauf sitzt der Dotter. Wenn der Dotter eher flach und das Eiweiß wässrig ist, lieber nicht mehr essen.

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