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Folsäure: Mangel bei Schwangeren

Schwangere haben meist zu wenig Folat im Körper – Einnahme von Folsäure empfohlen

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Eine schwangere Frau im Schwimmbad. Bildnachweis: wdv © Lauer. Jan

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Bochum (kbs). Nur fünf Prozent der Schwangeren in Deutschland haben ausreichend Folsäure im Körper, um Neuralrohrdefekten des Babys vorzubeugen. Das geht aus einer Studie des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor, auf die die Knappschaft hinweist.

Nahrungsergänzung durch Folsäure unerlässlich

Laut Studie sind rund 86 Prozent der Deutschen ausreichend mit Folat versorgt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Schwangere jedoch deutlich höhere Folatkonzentrationen, denn der Bedarf ist während der Schwangerschaft deutlich erhöht. Diese Werte erreichen jedoch nur fünf Prozent der Frauen – 95 Prozent dagegen nicht.

Daher sei die zusätzliche Aufnahme in Form von Folsäure während der Schwangerschaft essenziell, betont die Knappschaft.

„Eine folatreiche Ernährung mit Vollkornmehl, grünen Blattgemüsen, Tomaten, Kartoffeln und Gurken und natürlich auch Obst ist für Schwangere ideal. Dennoch kann ein Teil des Folats beim Kochen verlorengehen. Daher ist die Nahrungsergänzung durch Folsäure in der Schwangerschaft unerlässlich, um gesundheitliche Risiken für das Baby zu minimieren“, erklärt der Gynäkologe K.-Wolfgang Schulz aus Bottrop.



Grafik Mehrbedarf an Nährstoffen in der Schwangerschaft. © Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

Folat unterstützt gesunde Schwangerschaft

Die WHO rät, dass Schwangere täglich zur Nahrung 30 bis 60 mg elementares Eisen und 400 µg Folsäure – also synthetisch hergestelltes Folat – zu sich nehmen sollten. Ein Mangel an Folat sowie Eisen kann sich während der Schwangerschaft negativ auswirken – sowohl auf die Gesundheit der Mutter als auch auf die Entwicklung des Babys.

Bei der Mutter können Anämie, Eisenmangel und Eisenmangelanämie auftreten, beim Baby kann es unter anderem zu Neuralrohrdefekten, Anämie, Frühgeburt und geringem Geburtsgewicht kommen.

Ebenfalls essenziell während der Schwangerschaft: Jod

Fast ebenso wichtig wie Folat ist für Mutter und Kind die ausreichende Jodversorgung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfehlen Schwangeren sowie Stillenden, täglich 230–260 μg Jod zu sich zu nehmen.

So beugen Schwangere einem Jodmangel vor, der bei der Mutter zur Unterfunktion der Schilddrüse führen kann. Die Jodversorgung hat zudem Einfluss auf die Schilddrüsenfunktion des Säuglings sowie auf die Entwicklung des zentralen Nervensystems und des Körperwachstums.

Somit ist eine ausreichende Jodzufuhr auch für das Baby von zentraler Bedeutung.

App klärt auf

Die Krankenkasse hat gemeinsam mit dem Essener Institut für Ernährung, Sport und Gesundheitsmanagement (ESG) die App „Lebensstark ernährt“ für werdende Mütter entwickelt.

Weitere Informationen

www.rki.de
Informationen zur Folatversorgung auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts

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