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Gute Nachricht: Bei Rückenschmerzen ist meist nichts kaputt

Ein fieses Ziehen im Rücken stößt gern mal das Sorgenkarussell an: Steckt dahinter irgendein gefährlicher Schaden? In den allermeisten Fällen lautet die Antwort: Nein. Was wir selbst tun können.

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Seniorenpaar macht Nordic Walking. Bild: IMAGO / Axel Weiss / imago sportfotodienst

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Berlin (dpa/tmn). Könnte es ein Bandscheibenvorfall sein? Ein verrutschter oder sogar gebrochener Wirbel? Wer auf einmal Kreuzschmerzen hat, dreht gern mal Grübelschleifen – verständlicherweise.

Rücken-Experten können für die allermeisten Fälle aber Entwarnung geben. „Schmerz ist ein Warnsignal, aber er ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer strukturellen Schädigung“, so Prof. Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).

Typische Ursache für „Rücken“: Bewegungsmangel

Der Großteil der Kreuzschmerzen gilt als nicht-spezifisch. Das heißt: Dahinter steht keine gefährliche Ursache wie ein Bruch, ein Bandscheibenvorfall oder ein Tumor.  

Das deutlich wahrscheinlichere Szenario ist, dass Muskeln und Bänder empfindlich auf Bewegungsmangel, monotone Belastungen oder ungewohnte Aktivitäten reagiert haben – und nun verspannt sind.

Bloß nicht Bett oder Sofa hüten!

Was also tun, wenn es im Rücken zieht? Wer sich nun aufs Sofa oder Bett verkrümelt und Bewegung vermeidet, riskiert, dass sich die Beschwerden verstärken. Längere Schonung erhöht der DGOU zufolge sogar das Risiko dafür, dass die Schmerzen chronisch werden. 

Denn der Rücken ist für Bewegung gemacht. Die Rücken-Experten raten, mit dem Alltag und auch mit körperlicher Aktivität – soweit es die Beschwerden zulassen – weiterzumachen. Gut eignen sich jetzt auch Spaziergänge.

Übung für den unteren Rücken: Katze-Kuh

Und auch über Übungen wie „Katze – Kuh“ freut sich der untere Rücken.

So geht's: Los geht es im Vierfüßlerstand – die Hände stehen direkt unter den Schultern, die Knie unter den Hüften, der Rücken ist gerade. Mit dem Einatmen hebt man nun Kopf und Po an und lässt den Bauch durchhängen. Das ist die Kuh.  

Mit dem Ausatmen wird dann der Rücken gerundet, das Kinn wandert zur Brust – eine Haltung, die an einen Katzenbuckel erinnert. All das kann man fünf- bis zehnmal wiederholen. 

Was noch eine Wohltat sein kann: bei Kreuzschmerzen auf den Rücken legen und die Beine hochlegen, etwa auf einem Sofakissen.

Warnzeichen, denen man nachgehen sollte 

Auch wenn die meisten Rückenschmerzen nicht gefährlich sind: In einigen, wenigen Fällen steht doch eine ernste Ursache dahinter. Warnzeichen, die einen in die Arztpraxis führen sollten, sind laut der DGOU unter anderem:  

  • Gefühlsstörungen 
  • Lähmungen 
  • sehr starke Schmerzen, bei denen man sich kaum bewegen kann 
  • wenn Rückenschmerzen nach einem Unfall auftreten 
  • wenn es eine Vorgeschichte mit einem Tumor gibt 

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