Ihre-Vorsorge Logo

Jeder dritte Krebspatient leidet unter chronischer Erschöpfung

Das Chronische Fatigue Syndrom (CFS) hat mit normaler Müdigkeit nichts zu tun. Für die Betroffenen gibt es aber Hilfe.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Jeder dritte Krebspatient leidet unter chronischer Erschöpfung

© Nicht definiert

Stuttgart (iv). Wenn Krebspatienten unter starker langanhaltender Müdigkeit leiden, spricht man vom Chronischen Fatigue Syndrom (CFS, frz. Fatigue – Müdigkeit). Schätzungen zufolge entwickeln etwa 30 Prozent der Krebspatienten eine chronische Form der tumorbedingten Fatigue, so der Krebsverband Baden-Württemberg. Betroffene können sich jedoch helfen lassen.

CFS bezeichnet eine starke körperliche und psychische Erschöpfung mit weitreichenden Folgen, wenn sie nicht schnell genug erkannt wird. Der gut gemeinte Rat: „Schlaf dich mal wieder richtig aus, dann geht‘s Dir morgen besser!“ hilft Krebspatienten mit Fatigue nicht weiter. „Krebskranke Menschen empfinden eine lähmende Erschöpfung, die nicht vergleichbar ist mit der normalen Müdigkeit gesunder Menschen. Sie entsteht ohne Anstrengung und lässt sich nicht einfach durch Ausschlafen beheben. Jeder, der diese gesundheitliche Störung selbst erlebt hat, weiß wie sehr sie den Alltag beeinträchtigen und die Lebensfreude rauben kann“, betont Ulrika Gebhardt, Geschäftsführerin des Krebsverbandes.

Tumorbedingte Fatigue: „Nebel im Kopf“

Schon bei der Aufnahme in die Klinik verspürt etwa ein Drittel aller Krebspatienten Müdigkeits- und Erschöpfungssymptome. Die tumorbedingte Fatigue zeigt sich durch abnehmende Leistungsfähigkeit, Inaktivität, fehlende Regeneration, Hilflosigkeit oder depressive Stimmungen. Sie kann während oder nach einer Therapie auftreten. So haben schätzungsweise 90 Prozent aller Patienten nach einer Chemotherapie Fatigue. Sie äußert sich in Form von Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Denkstörungen, auch bekannt als „Chemobrain“ oder „Nebel im Kopf“.

Auch körperliche Mangelzustände wie Blutarmut, Gewichtsverlust, Mangelernährung in Verbindung mit einer Krebserkrankung können der Auslöser für die Fatigue sein, indem sie verschiedene Stoffwechselprozesse im Körper beeinflussen.

Vor allem wenn die Erschöpfung nicht gleich erkannt wird und über Wochen oder Monate anhält, beeinträchtigt sie die Genesung und belastet das soziale und berufliche Leben der Erkrankten sehr. Sie können dann einfach nicht mehr am alltäglichen Leben teilnehmen. Deshalb sei es wichtig, Krebspatienten möglichst früh für diese Störung zu sensibilisieren und ihnen zu helfen, mit der Fatigue zurechtzukommen, so der Krebsverband.

Beratungsstellen helfen weiter

In den 16 ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen in Baden-Württemberg können sich Betroffene beraten lassen. Dort gelingt es ihnen leichter, ihre Erschöpfung einzuordnen und zu verstehen. Neue Verhaltensweisen wie regelmäßige Bewegung, Entspannung und Tipps zur Alltagsbewältigung können den Betroffenen helfen.

Aber auch Bewegung und Sport helfen vielen Betroffenen aus der Fatigue herauszukommen. Aus diesem Grund hat der Krebsverband Baden-Württemberg zusammen mit dem NCT Heidelberg eine Broschüre zum Thema „Sport, Bewegung und Krebs“ entwickelt.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit klärt zur Organspende mit neuer Broschüre und Plakat zu weit verbreiteten Irrtümern auf.

Time
2 Minuten

Auch wer sich bei Zahnersatz für die Kassenvariante entscheidet, muss zuzahlen – oft mehrere hundert Euro. Das ist einfach nicht drin? Für solche Fälle gibt es eine Härtefallregelung.

Time
3 Minuten

Wer Mahlzeiten vorbereitet, befolgt neben den Rezepten besser einige Hygiene-Regeln. Auch auf die Art der Lagerung im Kühlschrank kommt es an.

Time
2 Minuten

Bis kurz vor dem geplanten Kabinettstermin ringen Union und SPD um einen Kompromiss in ihrem Streit um die Pflege. Dann gibt es grünes Licht für die Reform.

Time
3 Minuten

Kein Jahr ohne Grippewelle: Vor schweren Verläufen schützt eine Impfung, die man sich bei Hausärztin, Betriebsarzt oder in Apotheken abholen kann. Für wen ist der Piks wichtig, für wen verzichtbar?

Time
3 Minuten

Gesund alt werden – wer will das nicht? Das Herz spielt dabei eine wichtige Rolle. Schon kleine Schritte tragen dazu bei, dass es besser arbeitet. Das Gute ist: Anfangen lohnt sich jederzeit.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026