Berlin (dpa/tmn). Kaum hatten die Kitas bundesweit für alle Kinder wieder offen, saßen die ersten schon wieder zu Hause. Der Grund: In den meisten Bundesländern sind die Einrichtungen aufgrund der Hygienevorgaben auch bei leichten Erkältungssymptomen dazu angehalten, Kinder nach Hause zu schicken.
Der Umgang der Einrichtungen damit gleicht einem Wildwuchs: Manche Kitas verlangen von den Kinderärzten ein Attest, das eine Erkrankung mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 ausschließen soll. Andere verlangen von den Kindern ein negatives Corona-Testergebnis, wieder andere nichts davon.
Wie viel Sinn machen die vielen Auflagen in de Kitas?
Jakob Maske hat eine Kinderarztpraxis in Berlin-Schöneberg und ist Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Ein Gespräch über die Sinnhaftigkeit der Vorgaben aus der Politik und worauf Eltern hoffen können.
Und natürlich ist es im Einzelfall sinnvoll, das Kind bei Verdacht auf Corona – etwa, weil es engen Kontakt zu einer infizierten Person hatte – ebenfalls nicht in die Kita zu schicken.
Kinder sind als Superspreader dargestellt worden. Dabei wissen wir, dass von ihnen eine geringe Gefahr ausgeht. Trotzdem gibt es viele Erzieher und Lehrer, die vor einer Ansteckung große Angst haben. Das muss man ernst nehmen.
Weitere Informationen
Stellungnahme Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (PDF)