Ihre-Vorsorge Logo

Lauterbach für bessere Abstimmung der Versorgung

Im Gesundheitswesen gibt es formal voneinander getrennte Sektoren: Da sind die Praxen und andererseits die Krankenhäuser. Muss das so bleiben?

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, SPD. Bild: IMAGO / Political-Moments

© Nicht definiert

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich für eine stärker aufeinander abgestimmte Versorgung in Praxen und Kliniken ausgesprochen. “Ein ineffizientes System können wir uns nicht mehr leisten”, sagte der SPD-Politiker am Freitag. Unnötige Krankenhausaufenthalte, fehlende Abstimmung zwischen Praxis und Klinik sowie unnötiger Personaleinsatz seien weder im Interesse der Patienten, noch der Behandelnden und schon gar nicht im Interesse der Gemeinschaft. “Um das System fit zu machen für die Behandlung der Babyboomer-Generation, müssen wir ambulante und stationäre Versorgung besser aufeinander abstimmen.”

Lauterbach nahm eine neue Stellungnahme einer Regierungskommission zur Zukunft der Krankenhausversorgung entgegen. Ohne ein Aufbrechen der Sektorengrenzen werde die zu erwartende Zahl der Fachärztinnen, Fachärzte und Pflegekräfte für eine gute Versorgung künftig nicht ausreichen, machte der Minister deutlich.

Der Leiter des Gremiums, Tom Bschor, sagte, kluge Konzepte zum Umgang mit dem sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel seien entscheidend für eine hochqualitative Versorgung in der Zukunft. Inzwischen sei der Reformbedarf so drängend geworden, dass eine Generalüberholung des Systems anzugehen sein. Hierzu gehöre, Behandlungen ambulant statt vollstationär in Kliniken vorzunehmen und eine gezielte Behandlungssteuerung zu fördern.

Die Kommission schlägt unter anderem vor, mit der geplanten Krankenhausreform kleinere Häuser in ländlichen Regionen für eine “sektorenübergreifende Versorgung” aufzubauen. Sie sollten vorrangig ambulante Behandlungen ohne Übernachtung anbieten und bei Unterversorgung in einer Region einspringen. An den Standorten könnte es vielfältige Angebote auch mit Apotheken, Praxen, Sanitätshäusern geben. 

Mittel- und langfristig könnte der Kommission zufolge ein “Primärarztsystem” aus Allgemeinmedizinern, Internisten, Kinderärzten, Gynäkologen und Psychiatern aufgebaut werden. Es könnte dann auch eine Steuerung von Patientinnen und Patienten durch die Versorgung übernehmen. 


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Die Krankenkasse kündigt eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst an? Das kann Krankengeld und sogar den Job kosten. Was Arbeitnehmer wissen sollten.

Time
2 Minuten

Wer betreut die im Haushalt lebenden Kinder während einer Reha-Maßnahme? Die Deutsche Rentenversicherung kann helfen.

Time
5 Minuten

Halsweh, Schnupfen, vielleicht Fieber: Welches Virus legt mich lahm? Seit der Pandemie wollen es viele genau wissen.

Time
3 Minuten

Nicht jede Demenzerkrankung lässt sich verhindern. Doch schon kleine Dinge stärken das Gehirn und senken das Risiko für krankhafte Veränderungen.

Time
2 Minuten

Das jährliche DAK-Präventionsradar zeigt: Immer mehr Kinder und Jugendliche fühlen sich erschöpft. Da verwundern die schlechten Pisa-Ergebnisse wenig, meint die Krankenkasse.

Time
3 Minuten

Kiffen ist inzwischen mit vielen Auflagen für Erwachsene erlaubt. Zugleich wächst der Markt für Cannabis als Medikament stark. Der neue Minister will dem einen Riegel vorschieben.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026