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Lungenentzündung: Untypische Symptome, die man kennen sollte

Hohes Fieber, starker Husten, Atemnot: Fällt das Wort Lungenentzündung, dürften die meisten an diese Beschwerden denken. Bei Älteren und Kindern sind die Anzeichen aber nicht immer so eindeutig.

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Seniorin sitzt nachdenklich auf einem Sofa, stützt ihren Kopf auf eine Hand und zieht eine Strickjacke enger um sich

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Wer einmal eine Lungenentzündung hatte, vergisst sie nicht so schnell: Es dauert Wochen bis Monate, bis der Körper wieder so belastbar ist, wie man ihn kannte. Und oft ist auch ein Krankenhausaufenthalt notwendig. 

Bei einer Lungenentzündung entzünden sich nämlich die Lungenbläschen und das umliegende Gewebe. Gerade für ältere und/oder vorerkrankte Menschen oder Kinder kann sie lebensgefährlich werden. 

Übeltäter sind meist Bakterien, insbesondere Pneumokokken, wie es von der Stiftung Gesundheitswissen heißt. Doch etwa auch Legionellen, die sich in Wasseranlagen vermehren, können Auslöser sein. 

Auch Durchfall kann ein Symptom sein

h woran erkennt man eine Lungenentzündung? Gerade bei älteren Menschen und kleinen Kindern zeigen sich laut dem Portal „gesund.bund.de“ längst nicht immer die klassischen Symptome wie:

  • plötzliches hohes Fieber und Schüttelfrost
  • Schwäche und starkes Krankheitsgefühl
  • Husten mit Auswurf
  • Atemnot und schnellere Atmung
  • schneller Puls

Die klassischen Beschwerden können weniger stark ausfallen oder nur einzeln auftreten. Stattdessen können bei sich Symptome zeigen, bei denen man nicht direkt an eine Lungenentzündung denkt. Zum Beispiel: 

  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Bewusstseinsstörungen wie Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit

Übrigens: Laut der Stiftung Gesundheitswissen können Eltern eine Lungenentzündung bei Säuglingen und Kleinkindern manchmal auch daran erkennen, dass sich beim Atmen die Haut zwischen den Rippen sichtbar einzieht. Auch wenn sich die Nasenflügel deutlich auf- und abbewegen, spricht das für Atemprobleme – und womöglich für eine Lungenentzündung. 

Verdacht rasch abklären lassen

Und nun? Klar ist: Einen Verdacht auf eine Lungenentzündung sollte man schnellstmöglich ärztlich abklären lassen. 

Arzt oder Ärztin hören die Lunge dabei mit einem Stethoskop ab und messen Puls sowie Blutdruck. Oft wird das Organ auch geröntgt und das Blut auf Entzündungsmarker hin untersucht. Um eine Lungenentzündung zu behandeln, kommen meist Antibiotika zum Einsatz. 

Gut aber, wenn es gar nicht erst zu der Erkrankung kommt: Regelmäßiges und gründliches Händewaschen verringert das Risiko für Infektionen – und damit auch für Lungenentzündungen, so die Stiftung Gesundheitswissen. Deren Experten weisen außerdem darauf hin, dass Atemwegserkrankungen auch außerhalb der kalten Jahreszeit auftreten. 

Gut zu wissen ist auch, dass es eine Impfung gegen Pneumokokken gibt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Immunisierung vor allem Menschen ab 60 Jahren und Vorerkrankten.


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