Ihre-Vorsorge Logo

Müde trotz Ausschlafen

Der Körper versucht das Verhalten seiner Wachheit zu regulieren und steuert gegen – sowohl bei zu viel als auch bei zu wenig Schlaf.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Leipzig (dpa/tmn). Endlich Samstag, endlich ausschlafen. Doch die erhoffte Wirkung will sich nicht einstellen: Auch nach zehn Stunden fühlen sich manche nicht richtig fit. Und umgekehrt fühlt man sich nach einer schlaflosen Nacht weniger zerschlagen als befürchtet, sondern geradezu aufgekratzt. Das klingt kurios, ist aber völlig normal.

Übermüdet, aber der Schlaf will nicht kommen

„Der Organismus versucht, über das Verhalten seine Wachheit zu regulieren“, sagt Ulrich Hegerl, Facharzt für Neurologie und Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Das bedeutet: Ist eine Person besonders müde – etwa durch Schlafmangel -, bemüht sich der Organismus stärker als sonst, ihn wach zu halten. Menschen werden überaktiv und suchen Außenreize jeder Art. „Deshalb sind wir nach durchgemachten Nächten oft gar nicht so schläfrig, wie man vermuten könnte“, sagt Hegerl.

Eltern kennen diesen Effekt nur zu gut von übermüdeten Kindern. Denn oft drehen die kurz vor dem Umfallen noch einmal richtig auf und sind dann nur schwer ins Bett zu bekommen. „Auch da steuert der Organismus gegen, um das Einschlafen zu verhindern“, sagt Hegerl.

Der gegenteilige Effekt: Bleierne Müdigkeit

Und genau wie der Körper aufdreht, um Schlafmangel niederzukämpfen, gibt es auch den gegenteiligen Effekt: „Besteht umgekehrt nach langem Schlaf eine eher hochregulierte Wachheit, vermeidet der Organismus eher zusätzliche Außenstimuli und Aktivitäten“, erklärt Hegerl. Das kann sich dann anfühlen, als sei man nicht ganz wach.

Dieser selbstregulierende Mechanismus spielt vor allem bei manisch-depressiven Menschen eine Rolle. „Langer Schlaf kann Stimmungsausschläge in Richtung Depression verursachen, und Schlafentzug ist ja eine bestens belegte Behandlung der Depression“, sagt Hegerl. Umgekehrt könne zu kurzer Schlaf Manien auslösen, zum Beispiel mit Hyperaktivität.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Hat die Apotheke um die Ecke noch auf? Und hilft sie auch bei Videosprechstunden mit Ärzten? Und was noch? Ein Angebot der Apothekerverbände gibt schnellen Überblick.

Time
2 Minuten

Nicht nur Smartphones und Tastaturen sind echte Keimschleudern: Wie Sie mit einfachen Hygienetipps Krankheitserreger im Büroalltag und auf der Baustelle reduzieren können.

Time
2 Minuten

Traurig, gereizt, freudlos – nicht jede Verstimmung ist gleich eine Depression. Aber wenn sich Symptome häufen, kann das durchaus ein Hinweis sein. Gut, dass es Hilfe gibt.

Time
4 Minuten

Kopfschmerzen, Rücken, Erkältungsbeschwerden: ein rezeptfreies Schmerzmittel ist oft das erste Mittel der Wahl. Das heißt aber nicht, dass solche Medikamente harmlos sind.

Time
2 Minuten

Auch in der bevorstehenden Sammelsaison gilt: Nur sicher als essbar bestimmte Pilze dürfen auf dem Teller landen. Wo man Experten findet und was im Notfall zu tun ist.

Time
2 Minuten

Wer im Mitgliedsantrag falsche Vorversicherungszeiten angibt, kann auch nachträglich von der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen werden.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026