München (dpa/tmn). Möchte man unschöne Nasenhaare wegzupfen, sollte man die Pinzette vorab desinfizieren. Dazu rät die Hautärztin Marion Moers-Carpi in der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ hin (Ausgabe 6A/22).
Hintergrund: Da die Nasenschleimhaut gut durchblutet ist, könnten durch eine nicht desinfizierte Pinzette Keime in den Blutkreislauf gelangen und für eine bakterielle Infektion sorgen. Hautärztin Moers-Carpi weist zudem darauf hin, dass die feinen Haare in der Nase eine wichtige Funktion erfüllen. Denn sie filtern Viren, Bakterien und Schmutzpartikel aus der eingeatmeten Luft.
Vor- und Nachteile von Trimmern
Deshalb sollte man keinen Kahlschlag anstreben, sondern optimalerweise nur die Haare kürzen, die aus der Nase herausragen. Die spitze Nagelschere eignet sich dafür allerdings nicht: Zu groß ist die Gefahr, die Schleimhaut zu verletzen. Besser sind spezielle Scheren, die abgerundet sind.
Alternativ kann man auch einen Nasenhaartrimmer verwenden. Die haben laut Moers-Carpi aber den Nachteil, dass die Nasenhaare nach einem Trimmer-Einsatz relativ schnell wieder nachwachsen.
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