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„PaTronus“: Passgenaue Reha für Schwerverletzte

Gemeinsames Projekt von Krankenkassen und Rentenversicherung ist auf Patienten mit besonders schweren Verletzungen zugeschnitten, die auch nach dem Krankenhausaufenthalt eine intensive Versorgung benötigen.

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Mann während seiner Physiotherapie in der Rehaklinik. Bild: IMAGO / Jochen Tack / imago stock&people

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Berlin (drv). Mit dem Start des Modellprojekts „Postakute Traumarehabilitation (PaTronus)“ haben die gesetzlichen Krankenkassen und die Deutsche Rentenversicherung Bund ein neues Versorgungsangebot auf den Weg gebracht. Das trägerübergreifende Programm ist speziell auf Patientinnen und Patienten mit besonders schweren Verletzungen zugeschnitten, die nach dem Krankenhausaufenthalt eine intensive Anschlussversorgung benötigen, aber für klassische Rehabilitationsangebote (Reha) aus medizinischer Sicht noch nicht geeignet sind. 

„PaTronus“ dauert bis zu sechs Wochen und unterscheidet sich von einer klassischen Reha durch eine besonders intensive Betreuung. Insbesondere in der Anfangsphase sind mehr Einzeltherapien vorgesehen. Die Behandlung kann bei Bedarf direkt am Krankenbett erfolgen. Ziel ist es, die Teilnehmenden möglichst frühzeitig für eine reguläre Anschlussreha zu stabilisieren, funktionale Defizite zu verringern, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern. Damit sollen die Voraussetzungen für eine möglichst schnelle Rückkehr in den Alltag und in den Beruf geschaffen werden.

Drei Rehaeinrichtungen und 15 Akutkrankenhäuser beteiligt

Das Modellprojekt wird in drei spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen und 15 Akutkrankenhäusern des Traumanetzwerks der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in Berlin/Brandenburg, Bayern und Niedersachsen umgesetzt. Der Start erfolgte an der m&i-Fachklinik Herzogenaurach mit der Aufnahme des ersten Patienten. Damit ist die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Klinik, Forschung und Sozialversicherung erfolgreich gestartet. Gemeinsam mit den beteiligten Krankenkassen wird somit erstmals ein trägerübergreifendes Modellprojekt umgesetzt, das evaluieren soll, wie Patientinnen und Patienten nach schweren Verletzungen schneller und wirksamer rehabilitiert werden können.

„PaTronus“ ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Im Anschluss wird das Modellprojekt wissenschaftlich ausgewertet, um zu prüfen, ob und in welcher Form „PaTronus“ weitergeführt oder ausgeweitet werden soll. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Studienzentrum der Akademie der Unfallchirurgie (AUC) GmbH, die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die Deutsche Rentenversicherung Bund. Fachlich begleitet wird das Projekt von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) sowie der Deutschen Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin (DGPRM).

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