Mainz/Langen (dpa). Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sieht keine Gefahr durch festgestellte Protein-Verunreinigungen im Impfstoff von Astrazeneca. Es gebe keine Gesundheitsrisiken, sagte Institutspräsident Klaus Cichutek dem Südwestrundfunk (SWR). Der Impfstoff sei ausgiebig getestet worden, inzwischen seien Millionen Impfungen erfolgt.
Das PEI hatte in einer Stellungnahme zu der Ulmer Publikation erklärt, die Fremdproteine müssten „ebenso wie andere Ursachen weiter untersucht werden”.
Eine begrenzte Menge an Fremdproteinen, die im Rahmen der Herstellung in die Impfstoffprodukte gelangt, sei zulässig, erklärte das PEI. Eine Höchstgrenze werde in der Zulassung festgelegt. Es sei also möglich, dass auch in anderen Vektorimpfstoffen Fremdproteine nachgewiesen würden. Auch der Impfstoff von Johnson & Johnson ist ein solches Vakzin. Entscheidend sei, dass die festgelegten zulässigen Höchstwerte nicht überschritten würden, erklärte das PEI.
