Ihre-Vorsorge Logo

Prognose: 90 Millionen Adipositas-Tote erwartet

Die Menschen in den OECD-Ländern werden dicker und sterben früher. Auch Deutschland ist betroffen.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Frau misst Bauchumfang eines übergewichtigen Mannes mit Maßband. Bild: IMAGO / ingimage

© Nicht definiert

Bad Homburg/Berlin (kjs/aze/OECD). Eine aktuelle OECD-Studie prognostiziert, dass in den kommenden 30 Jahren über 90 Millionen Menschen vorzeitig an Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzleiden sterben werden, die mit starkem Übergewicht in Verbindung stehen. Dadurch sinkt im gleichen Zeitraum die Lebenserwartung um drei Jahre.

Jeder Vierte ist krankhaft fettleibig

Laut Studie ist in den OECD-Ländern mehr als jeder Zweite übergewichtig und fast jeder Vierte krankhaft übergewichtig, also adipös. Fettleibigkeit ist ein wachsendes Problem: Zwischen 2010 und 2016 stieg der Anteil der adipösen Erwachsenen von 21 auf 24 Prozent – ein Zuwachs von 50 Millionen. In Deutschland ist knapp jeder vierte Erwachsene adipös, in Österreich und der Schweiz etwa jeder fünfte Erwachsene.

Krank, gemobbt und schlecht in der Schule

Der Trend zu starkem Übergewicht zeigt sich besonders deutlich auch bei Kindern. Adipositas war im Jahr 2017 nach psychischen Krankheiten und Atemwegserkrankungen der dritthäufigste Grund für eine von der Deutschen Rentenversicherung getragenen Kinder- und Jugendreha.

Prävention und ein frühes Gegensteuern ist notwendig, um die körperlichen und sozialen Folgerisiken möglichst gering zu halten. Denn übergewichtige Kinder schneiden statistisch gesehen in der Schule schlechter ab, fehlen häufiger im Unterricht und haben geringere Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss. Auch sind sie insgesamt unzufriedener und werden bis zu drei Mal häufiger gemobbt als nicht übergewichtige Gleichaltrige.

Arm = dick?

Adipöse Erwachsene haben eine niedrigere Lebenserwartung und ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten wie Diabetes. Dabei besteht mit Blick auf die 28 EU-Länder ein deutlicher Zusammenhang zum Einkommen: Frauen der untersten Einkommensgruppe entwickeln mit 90-prozentig höherer Wahrscheinlichkeit krankhaftes Übergewicht, bei Männern ist die Wahrscheinlichkeit um 50 Prozent höher im Vergleich zu Gutverdienern.

Übergewicht bremst Bruttoinlandsprodukt

Die OECD-Experten erwarten, dass die steigenden Adipositas-Raten in den Jahren 2020 bis 2050 auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ausbremsen werden. Im Durchschnitt gehen sie von einer Reduzierung um 3,3 Prozent aus. Am geringsten gehe das BIP in Japan mit 1,6 Prozent zurück. In Deutschland betrage der Rückgang 3,0 Prozent, während in Mexiko ein Minus von 5,3 Prozent angenommen wird.

Weitere Informationen:


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Die Krankenkasse kündigt eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst an? Das kann Krankengeld und sogar den Job kosten. Was Arbeitnehmer wissen sollten.

Time
2 Minuten

Wer betreut die im Haushalt lebenden Kinder während einer Reha-Maßnahme? Die Deutsche Rentenversicherung kann helfen.

Time
5 Minuten

Halsweh, Schnupfen, vielleicht Fieber: Welches Virus legt mich lahm? Seit der Pandemie wollen es viele genau wissen.

Time
3 Minuten

Nicht jede Demenzerkrankung lässt sich verhindern. Doch schon kleine Dinge stärken das Gehirn und senken das Risiko für krankhafte Veränderungen.

Time
2 Minuten

Das jährliche DAK-Präventionsradar zeigt: Immer mehr Kinder und Jugendliche fühlen sich erschöpft. Da verwundern die schlechten Pisa-Ergebnisse wenig, meint die Krankenkasse.

Time
3 Minuten

Kiffen ist inzwischen mit vielen Auflagen für Erwachsene erlaubt. Zugleich wächst der Markt für Cannabis als Medikament stark. Der neue Minister will dem einen Riegel vorschieben.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026