London (bd). Wer mit dem Rauchen aufhört, tut nicht nur etwas für seinen Körper, sondern auch für die Seele. Ängste, Depressionen und Stress gehen nach einem Rauchstopp zurück. Das ist das Ergebnis einer Übersichtsstudie des Wissenschaftsnetzwerkes Cochrane.
Die Forscher haben die Resultate von 102 Beobachtungsstudien mit fast 170.000 Personen zusammengefasst, die die Entwicklung der psychischen Gesundheit von Rauchern mit und ohne Rauchstopp untersuchten. Die Nachbeobachtungszeit reichte von sechs Wochen bis zu sechs Jahren.
Nicht-Rauchen hellt die Stimmung auf
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein Rauchstopp im Durchschnitt mit kleinen bis mäßigen Verbesserungen der Stimmungen verbunden war“, sagt Gemma Tayolor von der Universität Bath in England, eine der Hauptautorinnen der Studie. Stress werde reduziert, wenn Menschen für mindestens sechs Wochen mit dem Rauchen aufhören. Es sei wahrscheinlich, dass es längerfristige Vorteile für die psychische Gesundheit gibt. Wie groß die Effekte genau sind, müssten weitere Studien zeigen.
Vor allem aber gebe es keinen Grund zu befürchten, dass sich der Gesundheitszustand von Menschen mit psychischen Erkrankungen verschlechtert, wenn sie mit dem Rauchen aufhören.
Auch die Sorge vieler Raucher, dass ihre sozialen Bindungen nach dem Stopp leiden könnten und sich ein Gefühl der Einsamkeit einstellt, sei nicht begründet.