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Reise geplant? Was Sie über Hepatitis A und B wissen sollten

In vielen beliebten Urlaubsländern können Reisenden Hepatitis-Viren begegnen. Wer keine Leberentzündung als Souvenir riskieren möchte, kann sich durch Impfungen schützen. Was man dazu wissen muss.

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Hand mit Spritze vor einem Oberarm. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

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Hannover (dpa/tmn). Wer Reisepläne für den Sommer hat, tut gut daran, seinen Hepatitis-Impfschutz zu prüfen. Denn in vielen beliebten Reiseländern können sich Urlauberinnen und Urlauber mit Hepatitis-A- oder -B-Viren infizieren – und eine Leberentzündung als unerwünschtes Souvenir mitbringen, warnt die Deutsche Leberstiftung. 

Wir klären die wichtigsten Fragen: 

Was für eine Erkrankung ist Hepatitis A?

Hepatitis-A-Viren werden vor allem über verunreinigte Lebensmittel und Wasser übertragen. Sie verursachen grippeähnliche Symptome wie Fieber, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. 
Außerdem können sich Haut und Bindehaut gelb verfärben, weshalb Hepatitis A auch Reisegelbsucht genannt wird. Der Deutschen Leberstiftung zufolge heilt die Entzündung zwar in aller Regel ohne Komplikationen aus, es können aber Leberschäden bleiben. 

Und was ist mit Hepatitis B? 

Hepatitis-B-Viren werden über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret oder Speichel übertragen. Anstecken kann man sich auch über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Rasierklingen, Sexspielzeug, Spritzen oder Zahnbürsten, schreibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit auf dem Portal „infektionsschutz-info.de“. 
Auch Hepatitis-B-Viren können eine Leberentzündung mit grippeähnlichen Symptomen verursachen. Bei diesem Erreger droht ein chronischer Verlauf. Er kann der Startpunkt für Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder Leberzellkrebs sein.

Ist eine Impfung gegen Hepatitis A und/oder B für mich sinnvoll? 

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist eine reisemedizinische Beratung sinnvoll. Die Deutsche Leberstiftung rät, sie sechs bis acht Wochen vor Reisebeginn in Anspruch zu nehmen. Ein Überblick: 

  • Hepatitis A:
    Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge besteht eine Impfempfehlung bei Reisen nach Mittel- und Südamerika, nach Afrika sowie nach Asien. Auch für Reisen in osteuropäische Länder ist eine Hepatitis-A-Impfung sinnvoll. 
    Eine Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen
    Der zweite Piks ist dabei sechs bis zwölf Monate nach dem ersten dran. Eine gute Nachricht für alle, die das Thema Hepatitis-Schutz erst kurz vor ihrer Reise anpacken: Bereits zwei Wochen nach der ersten Impfung haben die meisten Geimpften einen ausreichenden Schutz aufgebaut, so die Deutsche Leberstiftung. 
  • Hepatitis B:
    Grundlage ist eine individuelle Risikobeurteilung. Das RKI empfiehlt Reisenden eine Impfung gegen Hepatitis B nur, wenn ein oder mehrere Risikofaktoren vorliegen. Dazu zählt beispielsweise eine Reisedauer von mehr als vier Wochen oder der Plan, im Reiseland Operationen oder zahnmedizinische Eingriffe durchführen zu lassen. 
    Eine Grundimmunisierung gegen Hepatitis B besteht aus drei Dosen. Der zweite Piks ist einen Monat nach dem ersten dran, der dritte Piks fünf Monate nach dem zweiten. Ein Teil der Geimpften hat bereits nach einer oder zwei Impfungen einen kurzfristigen Schutz, schreibt das RKI
    Es gibt auch Kombi-Impfstoffe, die vor Hepatitis A und B schützen. 
    Gut zu wissen: In vielen Fällen tragen Krankenkassen die Kosten für Reiseimpfungen.

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