Ihre-Vorsorge Logo

Risiko fürs Herz: Zahnfleischbluten ernst nehmen

Eine Parodontitis entwickelt sich oft langsam und ohne Schmerzen. Häufig wird sie übersehen. Das kann schwere Spätfolgen haben.

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Frau in buntem Bademantel drückt Zahncreme aus einer Tube auf eine Handzahnbürste.

© Nicht definiert

Köln (dpa/tmn). Beim Zähneputzen blutet es etwas, manchmal reagiert das Zahnfleisch auf Druck ein wenig empfindlich: Viele Menschen sehen darin noch keinen Grund zur Sorge. Zahn-Experten warnen aber: Es könnte sich um Anzeichen einer Parodontitis handeln.

Meist beginnt die Parodontitis langsam und schmerzlos, oftmals sind die Symptome über viele Jahre hinweg mild und stören kaum. Leichtes Zahnfleischbluten, Rötungen und Schwellungen sind die ersten und oft einzigen Anzeichen dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparates, warnt die Initiative ProDente.

Böse Bakterien

Verantwortlich hierfür sind Bakterien im Zahnbelag, der auf und zwischen den Zähnen und am Zahnfleischrand anhaftet. Die sogenannten Plaques werden mit der Zeit hart, Zahnstein entsteht und immer mehr Bakterien können sich ansiedeln.

Werden die Beläge nicht entfernt, reagiert die Immunabwehr des Körpers und das Zahnfleisch beginnt, sich zu entzünden. Unbehandelt kann die Entzündung mit der Zeit auf den Zahnhalteapparat übergehen, die Zähne verlieren zunehmend an Halt und können sogar ausfallen.

Risiko für andere Erkrankungen steigt

Aber auch an anderen Stellen im Körper kann eine Parodontitis Entzündungen und Erkrankungen auslösen – unter anderem steigt das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch die Einstellung des Blutzuckers bei Menschen mit Diabetes wird beeinflusst – sie haben darüber hinaus ein höheres Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln.

Damit es gar nicht so weit kommt, sollte man Warnzeichen ernst nehmen: Blute das Zahnfleisch häufiger, sei das ein Zeichen einer Zahnfleischentzündung, der sogenannten Gingivitis, erklärt ProDente. Gingivitis ist eine Vorstufe der Parodontitis. Auch wenn keine Schmerzen auftreten, sollte man das Zahnfleischbluten untersuchen lassen – damit sich keine Parodontitis entwickelt.


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Manchmal reicht das Einatmen von kühler Luft und schon zieht es fies. Wer empfindliche Zähne hat, fragt sich: Was kann ich dagegen tun? Experten geben zum Teil überraschende Tipps.

Time
2 Minuten

Weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht? Experten zufolge ist das zu kurz. In Deutschland trifft das aber auf viele Menschen zu. Vor allem eine Gruppe ist betroffen, wie eine Untersuchung zeigt.

Time
3 Minuten

Eine Übersichtsstudie zeigt: E-Zigaretten helfen mehr Rauchern beim Ausstieg als andere Methoden. Doch sind sie wirklich die beste Art zum Aufhören? Krebsforscher bleiben kritisch.

Time
2 Minuten

Die Behandlung mit Abnehmspritzen wie Wegovy oder Mounjaro kostet mehrere Hundert Euro im Monat. Eine Kostenübernahme könnte die GKV mit Milliarden belasten, warnt Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands.

Time
2 Minuten

Neue Funktionen sollen die elektronische Patientenaktie attraktiver machen. Welchen konkreten Nutzen bringt das den Versicherten?

Time
2 Minuten

Mehr als 35.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an einer Sepsis. Wie Sie die Warnzeichen selbst erkennen können – und warum schnelle Hilfe Leben rettet.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026