Ihre-Vorsorge Logo

Schlafapnoe: Gefährlichen Atemaussetzern vorbeugen

Unbehandelt kosten nächtliche Atemaussetzer im Schnitt zehn Lebensjahre. Eine neue US-Studie zeigt: Körperliche Aktivität spielt eine wichtige Rolle.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Seniorin liegt im Bett und schläft.

© Nicht definiert

Langenhagen (dpa/tmn). Sich bewegen, statt lange auf der Couch zu sitzen, dadurch lässt sich nächtlichen Atemaussetzern beim Schlafen vorbeugen. Mittels mehr körperlicher Aktivität im Alltag kann man das Risiko einer Schlafapnoe reduzieren, wie die Deutsche Lungenstiftung mit Blick auf eine neue Studie aus den USA erklärt. Schlafapnoe ist eine Atemstörung, bei der die Atemwege verengt sind. Die Folge: sehr lautes Schnarchen und Atemaussetzer.

Mehr physische Aktivität und weniger Zeit im Sitzen hängen mit einem geringeren Risiko zur Ausprägung einer Schlafapnoe zusammen, heißt es in der Zusammenfassung der in der Fachzeitschrift „European Respiratory Journal“ vorgestellten Studie, bei der Daten von rund 119.000 Frauen und 19.000 Männern ausgewertet wurden.

Auch leichte Aktivitäten sind besser als nichts

Die Devise lautet demnach: Öfter mal raus aus dem Sessel oder aufstehen vom Bürostuhl. Das rät auch der Internist und Pneumologe Prof. Adrian Gillissen.

„Und Menschen, die nicht zu erhöhter körperlicher Aktivität in der Lage sind, sollten zumindest versuchen, die im Sitzen verbrachte Zeit zu reduzieren, indem sie häufiger stehen oder leichten Aktivitäten nachgehen“, rät der stellvertretende Vorsitzende der Lungenstiftung.

Alter, Alkohol und weitere Risikofaktoren

Ausgelöst werden die Atemaussetzer, die bei einer Schlafapnoe mehrmals pro Stunde auftreten und zwischen zehn Sekunden und bis zu einer Minute dauern, durch eine Verengung des Rachenraums.

Dafür gibt es viele bekannte Risikofaktoren, etwa fortschreitendes Alter – dadurch erschlaffen die Muskeln im Rachenraum immer mehr. Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum zählen ebenso dazu wie die Einnahme von Schlaftabletten und Beruhigungsmitteln. In Folge von Übergewicht kann auch Fettgewebe den Rachenraum einengen.

Nicht nur Folgen für den Alltag

Die längeren Atemaussetzer lassen Betroffene immer wieder kurz aufwachen. Ihr Schlaf ist kaum erholsam, sie sind am Tag weniger leistungsfähig. Und es gibt Langzeitfolgen: So steigt etwa das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte.

Bleibt das Schlafapnoe-Syndrom unbehandelt, verringert sich die Lebenserwartung bei Betroffenen laut der Lungenstiftung im Mittel um rund zehn Jahre. Behandlungsansätze sind unter anderem das Tragen von Mund-Nasen-Masken (CPAP-Therapie) oder Unterkieferschienen beim Schlafen. Auch operative Eingriffe können eine Option sein. (www.lungenaerzte-im-netz.de)

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Werden Patientinnen und Patienten mit einem neuen Digitalgesetz besser vor Krankheiten geschützt – oder werden sie neuen Risiken anderer Art ausgesetzt? Darüber streiten Ärzte und Krankenkassen.

Time
3 Minuten

Der oder die Liebste hat einen Schlaganfall erlebt. Und zum Glück: überlebt. Oft werden Partnerinnen und Partner dann zu Pflegenden. Womit sie zu kämpfen haben – und wie sie gut auf sich achten.

Time
3 Minuten

Vor der Zeitungstellung am kommenden Sonntag zeigt eine Umfrage: Bei Haushalten mit Kindern und Menschen zwischen 40 und 49 Jahren wollen zwei Drittel ganz auf die Winterzeit verzichten.

Time
4 Minuten

Cremesuppe, Kakao oder Vanillepudding lösenbei vielen Menschen Aufruhr im Darm aus. Doch ganz auf Milchprodukte zu verzichten ist nicht unbedingt notwendig oder nützlich. Ein Überblick.

Time
2 Minuten

Je mehr, desto besser: Soziale Kontakte im Alter fördern Gedächtnis und Denkleistung. Besonders ehrenamtliche Arbeit erweist sich laut der Studie als wirksam. Was noch?

Time
2 Minuten

Ewiges Scrollen und Folgen im Alltag: Erhebungen zufolge nutzen viele Kinder und Jugendliche soziale Medien in riskantem oder krankhaftem Ausmaß. Auch Jugendliche selbst beobachten das bei Bekannten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026