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So geht das Schneeschippen nicht auf den Rücken

Den Weg vor dem Haus von Schnee befreien: Für viele ist das derzeit das erste To-do des Tages. Unseren Rücken freut das nicht unbedingt. Wie man Hexenschuss und Co vorbeugen kann.

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Mann schippt Schnee auf einem Bürgersteig

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Morgens ist die Zeit bei vielen ohnehin knapp. Kommt dann noch Schneeschippen obendrauf, wird es stressig. Also sich das Überwerfen von Winterjacke und Schal sparen und im dünnen Shirt nach draußen stürmen? Keine gute Idee.

Beim Schneeschippen sollte die Rückenmuskulatur nämlich warm eingepackt und vollständig bedeckt sein, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Ebenso wichtig: Wer die Schaufel schwingt, sollte sich vorab aufgewärmt haben, also Rücken, Schultern und Arme etwas in Bewegung gebracht haben. 

Denn Schippen bedeutet eine starke Belastung für den Rücken. Ein „Kaltstart“ kann gerade untrainierte Muskeln verletzen – etwa wenn wir uns ruckartig bewegen, falsch drehen oder besonders schwere Schneelasten heben. Wer Pech hat, bekommt die Quittung in Form einer Zerrung, Wirbelblockierung oder gar eines Hexenschusses. 

Schieben statt heben lautet das Motto

Generell gilt: Wer beim Schippen dem Motto „Schieben statt heben“ folgt, macht viel richtig. Und wenn der Schnee am Ende doch auf den Haufen bugsieren werden muss? Dann kommt es auf die richtige Haltung an: Der Oberkörper bleibt beim Heben gerade, die Knie sind leicht gebeugt, rät die DGOU. 

Sinnvoll ist auch, immer mal wieder den aktiven Arm zu wechseln. Diesen Tipp gibt die Aktion Gesunder Rücken (AGR), um eine einseitige Belastung von Bandscheiben und Muskulatur zu vermeiden.

Gut auch, wenn man eine ergonomische Schippe zur Hand hat. Beim Kauf kann man laut AGR darauf achten, dass das Gerät leicht ist und eine aufrechte Arbeitshaltung möglich macht. Die Seitenwände der Schippe sind am besten angewinkelt, sodass der Schnee nicht seitlich herunterrutschen kann. 

Wer die Schneeschaufel anderen in die Hand drücken darf

Einige Menschen dürfen das Schneeschippen allerdings guten Gewissens anderen überlassen. Zum Beispiel alle, die in den vergangenen drei Monaten an der Wirbelsäule operiert worden sind, so die DGOU.

Auch Herzpatientinnen und -patienten sollten im Idealfall nicht selbst zur Schippe greifen, lautet der Rat der Deutschen Herzstiftung. Wer diese Aufgabe keiner anderen Person übertragen kann, sollte Pausen einlegen und darauf achten, den Körper nicht zu überlasten.


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