Ihre-Vorsorge Logo

Stiko empfiehlt zweiten Grippe-Impfstoff für Ü-60-Jährige

Jährliche erkranken etliche Menschen an einer Grippe. Bei den Impfquoten ist aber noch Luft nach oben. Ein neuer Wirkstoff soll helfen.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Spritze zieht Impfstoff auf. Bild: IMAGO / Science Photo Library

© Nicht definiert

Berlin (dpa) - Zum Schutz gegen die Grippe empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) für Menschen ab 60 ab nächstem Jahr einen weiteren Impfstoff. Der Influenza-Wirkstoff enthält laut einer Mitteilung MF-59, ein Zusatz, der die Impfwirkung verstärkt. Die Empfehlung gilt ab der Grippe-Saison 2025/2026. Für die aktuelle Saison empfiehlt die Stiko die Impfung wie gewohnt mit dem bereits verfügbaren Impfstoff. Die Wirksamkeit der zwei Impfstoffe schätzen die Experten als gleichwertig ein. 

Jährlich erkranken zahlreiche Menschen in Deutschland an einer Grippe. In der Saison 2023/2024 wurden rund 221.000 Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Bei Menschen ab 60 lag die Zahl der Erkrankungen bei 62.451. Da viele Fälle nicht erfasst würden, geht das RKI von einer insgesamt deutlich höheren Zahl an Erkrankungen aus. 

RKI: 852 Todesfälle

“Im Jahr 2023 kam es zu 10.290 Hospitalisierungen und 852 Todesfällen aufgrund einer nachgewiesenen saisonalen Influenza-Infektion”, wie es in einem aktuellen RKI-Bericht heißt. Von einem schweren Verlauf sind demnach vor allem ältere Menschen betroffen. Die Impfquoten seien aber niedrig. In der Saison 2021/2022 hätten sich nur 43 Prozent der Menschen ab 60 impfen lassen. Ein möglicher Grund dafür sei, dass die Gefahren einer Grippe unterschätzt würden und die Impfung in dieser Altersgruppe gelegentlich schlecht wirke.

Mit dem neuen Impfstoff hoffen die Experten auch eine höhere Akzeptanz für die Impfung zu erreichen und die Impfquoten zu erhöhen. Die Stiko empfiehlt auch chronisch Kranken, Schwangeren ab dem zweiten Trimester, Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinischem Personal eine jährliche Grippeimpfung. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt das RKI, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen.


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Die Krankenkasse kündigt eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst an? Das kann Krankengeld und sogar den Job kosten. Was Arbeitnehmer wissen sollten.

Time
2 Minuten

Wer betreut die im Haushalt lebenden Kinder während einer Reha-Maßnahme? Die Deutsche Rentenversicherung kann helfen.

Time
5 Minuten

Halsweh, Schnupfen, vielleicht Fieber: Welches Virus legt mich lahm? Seit der Pandemie wollen es viele genau wissen.

Time
3 Minuten

Nicht jede Demenzerkrankung lässt sich verhindern. Doch schon kleine Dinge stärken das Gehirn und senken das Risiko für krankhafte Veränderungen.

Time
2 Minuten

Das jährliche DAK-Präventionsradar zeigt: Immer mehr Kinder und Jugendliche fühlen sich erschöpft. Da verwundern die schlechten Pisa-Ergebnisse wenig, meint die Krankenkasse.

Time
3 Minuten

Kiffen ist inzwischen mit vielen Auflagen für Erwachsene erlaubt. Zugleich wächst der Markt für Cannabis als Medikament stark. Der neue Minister will dem einen Riegel vorschieben.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026