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Studie: Männer anfälliger für Glücksspielsucht

Glücksspiele können im Idealfall reich machen. Aber sie bergen auch große Gefahren – für die Finanzen und für die Gesundheit.

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Jugendlicher spielt an seinem Smartphone.

© Nicht definiert

Hannover/Berlin (dpa). Vor allem Männer haben einer repräsentativen Studie zufolge ein erhöhtes Suchtrisiko beim Glücksspiel. Der Anteil der Männer mit einer sogenannten „glücksspielassoziierten Störung“ lag im vergangenen Jahr bei 3,2 Prozent, der der Frauen bei 1,1 Prozent, wie der Glücksspiel-Survey 2025 ergab. Dabei handelt es sich um eine Studie des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und der Universität Bremen, die vom Deutschen Lotto- und Totoblock gefördert wurde.

Insgesamt blieben Glücksspielverhalten sowie -sucht in Deutschland im Vergleich zur Erhebung von 2023 weitgehend konstant, wie die derzeit im Lotto- und Totoblock federführende Gesellschaft Bremer Toto und Lotto GmbH mitteilte. Der Anteil der Menschen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren mit einer Störung lag bei 2,2 Prozent – nach 2,4 Prozent laut Erhebung von 2023. Das entspreche etwa 1,2 Millionen Menschen, sagte Axel Holthaus, Geschäftsführer von Lotto Niedersachsen und Vorsitzender der AG Spielerschutz und Prävention im Deutschen Lotto- und Totoblock.

Virtuelle Automatenspiele mit hohem Suchtpotenzial

Am höchsten war der Anteil der Spielerinnen und Spieler mit einer Störung mit 4,6 Prozent unter den 18- bis 25-Jährigen, während er mit 0,8 Prozent unter den 56- bis 70-Jährigen eher gering ausfiel. Die höchsten Anteile von Menschen mit Störung finden sich den Angaben zufolge unter Spielerinnen und Spielern virtueller Automatenspiele (32,5 Prozent), von Geld- (23,4 Prozent) und Glücksspielautomaten (28,1 Prozent) sowie Live-Sportwetten (27,0 Prozent). 

Für die Studie wurden zwischen dem 4. August und dem 26. November 2025 insgesamt 12.340 Menschen im Alter von 16 bis 70 Jahren telefonisch oder online befragt. An den Vorgänger-Erhebungen von 2021 und 2023 hatte es Kritik gegeben – demnach ließ die Datengrundlage wegen methodischer Mängel keine repräsentativen Schlüsse auf die Gesamtbevölkerung zu. Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft, bezeichnete einen auf wissenschaftlich validen Daten basierenden Diskurs über das Spielverhalten als notwendig und wichtig. 

36,4 Prozent der Befragten nahmen an Glücksspiel teil

Den Zahlen zufolge nahmen binnen zwölf Monaten 36,4 (2023: 36,5) Prozent der Bevölkerung an mindestens einem Glücksspiel um Geld teil. Am beliebtesten blieb das klassische Zahlenlotto „6 aus 49“ – fast jede und jeder Fünfte nahm mindestens einmal daran teil. Immerhin 7,5 (6,9) Prozent entschieden sich für riskante Glücksspielformen – dazu zählen den Angaben zufolge Automatenspiel, Casinospiele oder Sportwetten.

Auf der Grundlage der Ergebnisse könnten „Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden“, sagte Projektleiter Jens Kalke. Am bekanntesten ist laut Studie das Glücksspielverbot für Minderjährige, das auch die höchste Zustimmung findet – 85 Prozent der Befragten wissen davon, neun von zehn Befragten stimmen zu. 

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