Ihre-Vorsorge Logo

Studie sieht Zusammenhang zwischen Covid und Autoimmunerkrankungen

Dresdner Forscher haben einen riesigen Datensatz von Krankenversicherten ausgewertet. Ihre Analyse zeigt einen bisher unbekannten Zusammenhang.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Meidzinstudenten diskutieren im Krankenhaus. Bild: IMAGO / Panthermedia / WavebreakmediaMicro

© Nicht definiert

Dresden (dpa). Nach Erkenntnissen deutscher Forscher haben Menschen nach überstandener Covid-19-Infektion deutlich häufiger eine Autoimmunerkrankung als andere. Grundlage ist eine umfangreiche Analyse von Krankenversicherungsdaten. „In allen Alters- und Geschlechtsgruppen traten Autoimmunkrankheiten in der Zeit nach der Infektion signifikant häufiger auf“, sagte Jochen Schmitt vom Universitätsklinikum Dresden.

Die Ergebnisse beziehen sich den Forschern zufolge jedoch nur auf ungeimpfte Betroffene, die eine nachgewiesene Corona-Infektion mit dem Wildtyp des Virus hatten. Entsprechende Erkenntnisse über andere Varianten des Virus gebe es derzeit nicht.

Post-Covid: Reha der Deutschen Rentenversicherung kann helfen

Nach einer Covid-Erkrankung leiden viele Menschen noch lange unter gesundheitlichen Folgen – bekannt als Post-Covid-Syndrom. Die Reha-Zentren der Deutschen Rentenversicherung bieten für viele Beschwerdebilder vielfältige Behandlungsmöglichkeiten an. Eine Post-Covid-Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung, die auf die persönlichen Beschwerden der Betroffenen zugeschnitten ist, unterstützt dabei, wieder vollständig gesund zu werden.

Weitere Informationen zur Post-Covid-Reha der Deutschen Rentenversicherung

Höheres Risiko bei schwerem Covid-Verlauf

Der Analyse zufolge kamen bei Menschen mit Corona-Infektion 15,05 Diagnosen einer Autoimmunerkrankung auf 1000 Versichertenjahre, bei Menschen ohne eine solche Infektion waren es nur 10,55 Diagnosen. Patienten mit einem schwereren Corona-Verlauf hatten ein besonders hohes Risiko. Bestimmte Entzündungen der Blutgefäße wiesen die größten Assoziationen mit Covid-19 auf. Die Ergebnisse sind noch nicht in einem Fachjournal veröffentlicht worden.

Ausgewertet wurden Abrechnungsdaten der Jahre 2019 bis Juni 2021 von 38,9 Millionen gesetzlich Versicherten der AOK Plus, Barmer, DAK-Gesundheit, IKK classic, der Techniker Krankenkasse und von Betriebskassen. In die Analyse gingen Daten von 640.000 Personen mit labormedizinisch nachgewiesener Covid-19-Erkrankung im Jahr 2020 ein, darunter 76.000 mit vorher bestehender Autoimmunerkrankung.

Forscher: Fokus auf chronische Erkrankungen legen

Die Studie ist Teil eines vom Robert Koch-Institut und vom Bund geförderten Projekts zu Langzeitfolgen von Covid. Bislang habe es erst wenige Anhaltspunkte auf Autoimmunerkrankungen durch Corona-Infektionen gegeben, schreibt das Team. Um die Zusammenhänge zwischen Covid-19 und diesen Erkrankungen zu verstehen, sei weitere Forschung nötig, sagte Schmitt. „Künftige Analysen sollten einen Fokus auf chronische Erkrankungen legen, die in der Pandemie entstanden sind.“

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Traurig, gereizt, freudlos – nicht jede Verstimmung ist gleich eine Depression. Aber wenn sich Symptome häufen, kann das durchaus ein Hinweis sein. Gut, dass es Hilfe gibt.

Time
4 Minuten

Kopfschmerzen, Rücken, Erkältungsbeschwerden: ein rezeptfreies Schmerzmittel ist oft das erste Mittel der Wahl. Das heißt aber nicht, dass solche Medikamente harmlos sind.

Time
2 Minuten

Auch in der bevorstehenden Sammelsaison gilt: Nur sicher als essbar bestimmte Pilze dürfen auf dem Teller landen. Wo man Experten findet und was im Notfall zu tun ist.

Time
2 Minuten

Wer im Mitgliedsantrag falsche Vorversicherungszeiten angibt, kann auch nachträglich von der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen werden.

Time
2 Minuten

Auch kleine Zähnchen können Karies bekommen. Gut, wenn Zahnarzt oder Zahnärztin regelmäßig einen Blick in den Mund des Kindes wirft. Was Eltern über die Z-Untersuchungen wissen sollten.

Time
6 Minuten

Die Krankheit ist heimtückisch und laugt die Patienten aus, wenn sie chronisch wird. Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026