Ihre-Vorsorge Logo

Untergrenzen für Pflegekräfte kommen

Ab Anfang 2019 soll verbindlich geregelt sein, wie viele Pflegekräfte in Kliniken eingesetzt werden. Eine Verordnung dazu tritt in Kürze in Kraft.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Untergrenzen für Pflegekräfte kommen

© Nicht definiert

Berlin (dpa/sp). Für deutsche Krankenhäuser kommen zum Jahreswechsel verpflichtende Untergrenzen für den Einsatz von Pflegepersonal. Sie sollen ab dem 1. Januar 2019 für Intensivstationen sowie Abteilungen für Kardiologie, Geriatrie und Unfallchirurgie gelten. Das sieht eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die voraussichtlich in dieser Woche in Kraft treten soll.

„Ein Mangel an Pflegekräften gefährdet Patienten“, sagte Spahn am Montag. Die Untergrenzen sollten daher Patienten wie Pflegekräfte schützen. „Ziel ist: Wer zu wenig Pflegekräfte für zu viele Patienten hat, muss Betten abbauen.“

Konkret soll etwa für Intensivstationen ab dem 1. Januar 2019 in der Tagesschicht eine Pflegekraft für 2,5 Patienten da sein, nachts für 3,5 Patienten. Ab Januar 2021 soll tagsüber eine Pflegekraft für zwei Patienten im Dienst sein, in der Nachtschicht für drei Patienten.

Spahn legt die Untergrenzen nun fest, nachdem Verhandlungen zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen darüber gescheitert waren.

Höher qualifiziertes Personal

Geregelt werden soll nun auch, dass überwiegend höher qualifizierte Fachkräfte präsent sein müssen. Der Anteil von Hilfskräften an der Gesamtzahl der Pflegekräfte darf demnach in Intensivstationen maximal acht Prozent betragen. In Unfallchirurgie und Kardiologie dürfen es tagsüber höchstens zehn Prozent Hilfskräfte sein, nachts 15 Prozent - in der Geriatrie in der Tagschicht 20 Prozent und nachts 40 Prozent.

Ausnahmen von den Untergrenzen sind generell möglich, wenn plötzlich viel Personal wegen Krankheit ausfällt oder auf einmal besonders viele Patienten kommen - etwa bei Epidemien oder Unfallkatastrophen.

Patientenschützer und die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) befürworten die Pläne, fordern aber deutlich weitergehende Verbesserungen.

Weitere Informationen

Wie viel Personal im Krankenhaus?
Artikel auf ihre-vorsorge.de zu den Hintergründen der Datenerhebung

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Cholesterinsenker, Blutdrucktabletten oder Krebsmittel wirken nicht so, wie sie sollen: Grapefruit kann Wechselwirkungen hervorrufen. Können auch Orange, Limette und Co. zum Problem werden?

Time
3 Minuten

Verstopfte Nase? Die ist als Begleiterscheinung einer Erkältung nervig genug. Bleibt sie über Wochen und Monate, steckt womöglich eine dauerhafte Entzündung dahinter. Was tun?

Time
3 Minuten

Wie sollen Ärzte oder Pflegekräfte reagieren, wenn Menschen in existenzieller Not sagen, dass sie sterben wollen? Eine neue Leitlinie setzt auf eingehende Beratung – mit offenem Ausgang.

Time
2 Minuten

Werden Patientinnen und Patienten mit einem neuen Digitalgesetz besser vor Krankheiten geschützt – oder werden sie neuen Risiken anderer Art ausgesetzt? Darüber streiten Ärzte und Krankenkassen.

Time
3 Minuten

Der oder die Liebste hat einen Schlaganfall erlebt. Und zum Glück: überlebt. Oft werden Partnerinnen und Partner dann zu Pflegenden. Womit sie zu kämpfen haben – und wie sie gut auf sich achten.

Time
3 Minuten

Vor der Zeitungstellung am kommenden Sonntag zeigt eine Umfrage: Bei Haushalten mit Kindern und Menschen zwischen 40 und 49 Jahren wollen zwei Drittel ganz auf die Winterzeit verzichten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026