Berlin (dpa/tmn). Zahnersatz kann schnell ins Geld gehen – denn gesetzliche Krankenkassen übernehmen nicht alle Kosten der Behandlung. Um den Eigenanteil etwas abzufedern, kann eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein. Das Problem: Die Angebotsvielfalt ist riesig.
Ein Test der Stiftung Warentest für die Zeitschrift «Finanztest» von 244 Tarifen und Tarifkombinationen zeigt: Bei der Wahl hilft nur ein gründlicher Vergleich. Worauf es dabei ankommt, erklärt „Finanztest“-Expertin Ulrike Steckkönig im Interview mit dem dpa-Themendienst:
Wir gehen bei Versicherungen immer aus dem Blickwinkel heran: Welche Kosten können im Ernstfall große finanzielle Schwierigkeiten bereiten?
Und da ist ein Implantat, das beispielsweise auch mal die 4.000 Euro übersteigen kann, wenn vorher noch ein Knochenaufbau erforderlich ist, schon eine andere Hausnummer als eine professionelle Zahnreinigung, wo man etwa 70 bis 120 Euro bezahlt. Wer dann Wert auf irgendeine bestimmte Sache legt, kann das ja in seine Überlegungen immer noch einbeziehen.
Wenn man mit Anfang 40 eine größere Sache hätte, dann könnte man, wenn man mit Mitte 30 abgeschlossen hätte, die Leistungen dann in vollem Umfang abrufen. Wer sowieso vorbelastet ist, zum Beispiel mit vielen Füllungen oder Zahnfleisch-Problemen, der sollte sich tatsächlich frühzeitig kümmern.