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Warum Frauen viel häufiger Kopfschmerzen oder Migräne haben als Männer

Auswertung der Techniker Krankenkasse: Frauen sind doppelt so häufig von Schmerzen im Kopfbereich betroffen wie Männer. Das hat aber nichts mit Wehleidigkeit zu tun.

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Gestresste Frau im Büro fasst sich an die Schläfen. (Bild: IMAGO / Panthermedia)

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München (tö). Frauen leiden doppelt so häufig unter Kopfschmerzen oder Migräne wie Männer. Diesen Schluss legen Daten der Techniker Krankenkasse (TK) nahe. Demnach war etwa jeder Siebte der TK-Versicherten 2022 wegen Kopfschmerzen oder Migräne in ärztlicher Behandlung gewesen. Die Auswertung ambulanter Versorgungsdaten der TK zeigt zugleich: Während 18 Prozent der weiblichen TK-Versicherten 2022 mit Kopfschmerzen oder Migräne diagnostiziert wurden, waren es im selben Jahr nur neun Prozent der männlichen Versicherten. 

Kopfschmerzen sind hierzulande weit verbreitet: 20 Prozent leiden laut einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag der TK ein bis drei Mal im Monat unter Kopfschmerzen. Jeder Achte hat mindestens einmal pro Woche Kopfschmerzen. Als Hauptgrund beziehungsweise Auslöser nennen die Befragten vor allem Muskelverspannungen an Kopf und Nacken, gefolgt von zu wenig Flüssigkeit, dem Wetter sowie zu wenig oder schlechter Schlaf, Stress oder seelische Belastungen. Besonders stark leiden Migräne-Patientinnen und Patienten, weil sie bei einem Anfall oft stark im Alltag eingeschränkt sind oder sogar für mehrere Tage nicht arbeiten können. Sechs Prozent der TK-Versicherten waren 2022 wegen Migräne in ärztlicher Behandlung.

Warum aber treten diese Phänomene bei Frauen häufiger auf? Professor Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel begründet dies so: „Das weibliche Gehirn reagiert deutlich intensiver auf sensorische Reize. Auch hormonelle Unterschiede spielen eine wichtige Rolle, was das Schmerzempfinden der Geschlechter betrifft. Dass Frauen wegen Wehleidigkeit mehr Kopfschmerzen und Migräne haben würden, ist also ein falsches Vorurteil“. 

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