Ihre-Vorsorge Logo

Warum genug Schlaf auch fürs Herz wichtig ist

Schlechte Nächte? Auf Dauer leidet das Herz mit. Wieso Schlafmangel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht – und wie wir gegensteuern können.

Artikel vorlesen

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlicht

Seniorin liegt im Bett und schläft.

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Gut und genug schlafen: Das ist nicht nur wichtig, um ausreichend Energie für den Alltag zu haben, sondern auch für unsere Herzgesundheit. Schlafmangel kann nämlich auf Dauer das Risiko erhöhen, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, wie die Deutsche Herzstiftung erklärt. 

Schlafmangel begünstigt Arterienverkalkung

Bekommen wir nicht genug Schlaf, wird der Körper bei seinem nächtlichen Reparaturprogramm gestört. Mit Folgen: Es erhöht sich die Menge an aggressiven Sauerstoffverbindungen, sogenannten freien Radikalen. Sie greifen Zellen und Gewebe an, sodass es zu schwelenden Entzündungen kommt. 

Mit der Zeit können diese Entzündungen Schäden an der zarten Innenschicht der Blutgefäße anrichten, wie die Deutsche Herzstiftung erklärt. Das begünstigt eine sogenannte Arteriosklerose, bei der sich Blutfette, Blutgerinnsel und Kalk in den Gefäßwänden ablagern. Genau das wiederum ist die wichtigste Ursache für gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte, Herzschwäche und Schlaganfälle. 

Atemaussetzer im Schlaf belasten das Herz

Auch nächtliche Atemaussetzer bedeuten Stress für das Herz. Betroffene fühlen sich bei einer sogenannten Schlafapnoe tagsüber wie gerädert, weil sie nachts bis zu 300-mal durch Atemaussetzer kurz aufwachen. Das bedeutet für den Körper eine ständige Ausschüttung von Stresshormonen und einen Blutdruckanstieg. 

Wer von seinem Bettnachbarn also auf Schnarchen und regelmäßige Atempausen in der Nacht angesprochen wird, lässt das besser ärztlich abklären – und behandeln. Denn: „Eine unbehandelte Schlafapnoe erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Herzschwäche und Schlaganfall und verkürzt die Lebenserwartung“, so Prof. Anhil-Martin Sinha aus dem wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung. 

Was man für gesunden Schlaf selbst tun kann 

Doch wie viel Schlaf sollte man anpeilen? Die Herzstiftung verweist auf die Studienlage: Kommt man demnach langfristig auf weniger als fünf Stunden oder auf mehr als neun Stunden, ist das allgemeine Erkrankungsrisiko erhöht. „Es wird daher für Erwachsene mittlerweile eine Schlafdauer von durchschnittlich sieben Stunden pro Nacht empfohlen“, so Prof. Sinha.

Wer sich zu den schlechten Schläfern zählt, kann oft schon mit kleinen Anpassungen nachsteuern. Sinnvoll ist, stets (auch am Wochenende) bei ähnlichen Einschlaf- und Aufwachzeiten zu bleiben, sie also um maximal 30 Minuten zu variieren. Die Herzstiftung verweist auf Studien, wonach regelmäßige Schlafenzeiten für die Herzgesundheit bedeutsam sein können – vor allem, wenn die Schlafdauer knapp ausfällt. 

Auch feste Abendrituale wie Entspannungsübungen, Meditation oder Lesen können dabei helfen, besser zur Ruhe zu kommen. Regelmäßiger Sport trainiert nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern kann den Schlaf ebenfalls verbessern. Zu spät am Tag peitscht er aber eher auf, anstatt den Körper runterzubringen. Tipp: auf die Zeit vor 18 Uhr legen.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Wenn eine Grippewelle anrollt, können viele Beschäftigte nicht zur Arbeit gehen. Für den Krankenstand haben aber auch andere Erkrankungen zusehends starke Effekte, wie eine Analyse ergab.

Time
2 Minuten

Geht es um die gesundheitlichen Risiken von Körperfett, sind Bauchpolster kritischer als Hüftgold. Wie Sie mit Maßband und Taschenrechner herausfinden, wo Sie stehen.

Time
2 Minuten

Umwelt-Faktoren sind Teil unseres Alltags und können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Was die Deutsche Herzstiftung rät und was Experten sagen.

Time
2 Minuten

Dentalphobie ist keine Einbildung: Doch wer Zahnarztpraxen meidet, riskiert mehr Beschwerden. Warum ein offener Umgang mit der Angst hilft. Und was Sie mit ihrem Zahnarzt besprechen sollten.

Time
4 Minuten

Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung infiziert sich jährlich mit Grippeviren. Dazu kommen weitere Atemwegserkrankungen. Den Beginn machen die Erkältungsviren.

Time
2 Minuten

Nach der Abnehmspritze ist inzwischen auch die Abnehmtablette in Deutschland erhältlich. Bisher sei die Nachfrage aber verhalten, sagen die Apotheken. Die Spritze habe klare Vorteile.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026