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Weltärztebund: Montgomery fordert Booster-Impfung für alle

Der Corona-Impfschutz nimmt nach einem halben Jahr ab. Auch vollständig Geimpfte sollten sich daher eine Auffrischungsimpfung holen.

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Berlin (dpa). Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat eine möglichst breite Nutzung der Auffrischungsimpfungen gegen Corona gefordert. „Jeder, dessen vollständige Impfung sechs Monate zurückliegt, sollte sich bald eine Auffrischungsimpfung holen“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Nötig sei in diesem Herbst eine neue, zentrale Impfkampagne, die sich nicht nur an die Ungeimpften richte, sondern auch für allgemeine Booster-Impfungen werbe.

Booster-Impfungen beim Hausarzt

Montgomery erklärte: „Weil der Immunschutz nach einem halben Jahr abnimmt, müssen wir als Gesellschaft ein Interesse daran haben, dass der Schutz stabil bleibt.“ Er forderte, die Booster-Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten zu machen. Sie hätten dafür die Erfahrung und Kapazitäten. „Falsch dagegen wäre es, jetzt wieder auf Impfzentren zu setzen: Impfzentren waren am Anfang nötig, weil es zu wenig Impfstoff gab und die Lagerung der Dosen kompliziert war.“ Impfzentren seien zehnmal so teuer wie das Impfen in den Arztpraxen. Außerdem sei die Hemmschwelle für viele Menschen beim Hausarzt viel niedriger.

Spahn setzt auf Impfzentren

Spahn hatte der „Rheinischen Post“ (Montag) gesagt: „Um möglichst vielen möglichst schnell eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, sollten die Länder die Impfzentren, die sie seit Ende September in Standby bereithalten, nun wieder startbereit machen.“ Er riet den Ländern erneut dazu, in einem ersten Schritt alle Über-60-Jährigen schriftlich einzuladen. Auffrischungen sind mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung möglich. Angeboten wird dies unter anderem Älteren, Corona-Risikogruppen und Geimpften mit Astrazeneca und Johnson & Johnson. Für alle anderen sind sie aber auch möglich.

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