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Zu lang am Smartphone

Umfrage: Die Mehrheit findet, dass Kinder und Jugendliche zu viel Zeit mit dem Handy verbringen. Dabei ist der Nachwuchs vor allem eins: kommunikativ.

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Zwei Mädchen im Teenageralter sitzen auf dem Sofa und schauen zusammen auf ein Smartphone. – Bildnachweis: wdv.de © Szekely.Oana

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Berlin (dpa/mjj) Kinder und Jugendliche verbringen zu viel Zeit mit dem Handy - das denken zwei von drei Erwachsenen in Deutschland. 42 Prozent empfinden die tägliche Handy-Nutzung junger Menschen als "viel zu lang", 24 Prozent sprechen von "zu lang". Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Eine "angemessene" Handy-Zeit bei Kindern und Jugendlichen sieht nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent).

Kurz vor dem Fest hatte die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler die Familien zum Handy-Verzicht über die Feiertage aufgerufen

Kommunizieren steht an erster Stelle

Dabei nutzen die Jugendlichen ihr Smartphone vor allem als Fenster ins Internet. Dort sind 91 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen täglich unterwegs - ein Plus um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr wie die aktuelle Studie "Jugend, Informationen, Medien" (JIM) zeigt. Sie geben ihre durchschnittliche werktägliche Nutzungsdauer mit 214 Minuten an (Jungs: 223 Minuten, Mädchen: 205 Minuten).

Lässt man den Nachwuchs ihr Nutzung nach Kommunikation, Information, Unterhaltung und Spiele clustern, entfällt mit 35 Prozent der größte Anteil auf die kommunikative Nutzung des Internets. Hiernach folgt "Unterhaltung" mit 31 Prozent. "Ein knappes Viertel der Nutzungszeit entfällt auf Spiele und zehn Prozent werden auf die Suche von Informationen verwendet", so die JIM-Studie. 

Während bei Jungen ein Drittel der Nutzungszeit auf Spiele entfällt, beträgt dieser Anteil bei Mädchen nur zehn Prozent. Mädchen verbringen dafür einen deutlich größeren Teil ihrer Online-Nutzung mit Kommunikation (41 Prozent) als Jungen dies tun (30 Prozent).


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