Ihre-Vorsorge Logo

GDV: Männer erhalten im Schnitt 52 Prozent mehr Rente als Frauen

Der Verband der privaten Versicherungswirtschaft hat mit dem Prognos-Institut die Durchschnittsrenten aller deutscher Landkreise für 2023 berechnet. Die Ergebnisse zeigen einen anhaltend großen "Gender Pension Gap".

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Rentnerpaar als Spielfiguren sitzen auf einem Stapel Geldmünzen.

© Nicht definiert

Berlin (gdv/sth). Männer bekommen im Bundesdurchschnitt um die Hälfte mehr gesetzliche Rente als Frauen. Besonders groß ist die Lücke in den westdeutschen Bundesländern, heißt es in einer neuen Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos. Die Studie hat die Rentenzahlbeträge (die Nettorenten nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen, d. Red.)  aller deutscher Landkreise für das Jahr 2023 ermittelt. 

Während Frauen demnach im Bundesdurchschnitt einen Rentenzahlbetrag von monatlich 936 Euro erhielten, bekamen Männer 491 Euro mehr. Jedoch seien die Renten der Frauen innerhalb des vergangenen Jahrzehnts deutlich stärker gestiegen als die der Männer, heißt es in der Studie. Die Durchschnittsrente der Frauen sei von 2013 bis 2023 um 62 Prozent gestiegen, die der Männer nur um 30 Prozent. In Westdeutschland bekämen Männer sogar 66 Prozent mehr gesetzliche Rente als Frauen, sagte Moritz Schumann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des GDV, zu den neuen Daten.

Der große Geschlechter-Unterschied bei der Höhe der Renten ("Gender Pension Gap") spiegelt nach GDV-Angaben “typische Unterschiede in den Erwerbsbiografien von Männern und Frauen” wider. Da Männer sich bis heute nicht gleichberechtigt an der Kinderbetreuung und Pflege älterer Menschen ("Care-Arbeit") beteiligten, übernähmen Frauen vielfach diese Aufgaben. “Sie arbeiten deswegen häufiger in Teilzeit und unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit öfter und länger als Männer”, so der GDV. Außerdem arbeiteten sie häufiger in niedriger bezahlten Berufsfeldern und würden schlechter bezahlt. „Das führt dazu, dass Frauen weniger in Rentenkassen und Altersvorsorge einzahlen und im Alter dann finanziell schlechter dastehen als Männer. Das ist eine erhebliche Benachteiligung“, so Schumann. 

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Die Bundesregierung verteidigt die Anbindung der Rente an die Löhne im Vergleich zu Anpassungen auf Basis einer Preisindexierung.

Time
2 Minuten

Das rentenupdate der Deutschen Rentenversicherung Bund liefert Zahlen, Daten und Fakten zu aktuellen Themen rund um die Rente.

Time
3 Minuten

Krempelt die Koalition die Rente wie angekündigt um – trotz aller Widerstände auch in den Reihen von CDU und SPD? Schwarz und Rot bemühen sich, die Reihen zu schließen.

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Onlinevorträge zu unterschiedlichen Themen an – auch zur Frage, welche Leistungen Hinterbliebene erhalten können.

Time
2 Minuten

Ab Januar 2027 gilt das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Es wird auch als Krankenkassen-Reform bezeichnet. Was sich für Menschen ändert, die arbeiten und Altersrente in Teilrente beziehen.

Time
2 Minuten

Das Ende der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren ist ein Zankapfel der geplanten Rentenreform. Thorsten Frei wendet sich gegen SPD-Vorstellungen, wie lang die Übergangsfrist sein soll.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026