Frankfurt (drv/kr). 11,1 Milliarden Euro wird die Deutsche Rentenversicherung Hessen 2023 für Rentenzahlungen aufwenden. Mit 82 Prozent ist das der größte Posten der Gesamtausgaben des hessischen Rentenversicherungsträgers. Die Verwaltungs- und Verfahrenskosten machen 1,3 Prozent des Haushaltsvolumens aus.
Das Gesamtvolumen des Haushalts 2023 beträgt 13,9 Milliarden Euro. Es wächst im Vergleich zum Vorjahr um rund 5,8 Prozent. Die Vertreterversammlung der DRV Hessen hat den Haushalt bei ihrer Wintersitzung in Frankfurt am Main beschlossen. 77 Prozent der Einnahmen – rund 10,7 Milliarden Euro – stammen aus Beitragszahlungen der Versicherten und Arbeitgeber. Dazu werden Zuschüsse aus Bundesmitteln von rund 2,9 Milliarden Euro erwartet.
Medizinische Reha: Wieder mehr Anträge
Die Vertreterversammlung beschäftigte sich darüber mit veränderten Herausforderungen an Rehabilitationsleistungen zum Beispiel durch die Behandlung von Long-Covid-Patienten sowie notwendigen Modernsierungen in den Kliniken des Rentenversicherungsträgers.
Die Zahl der Anträge zur medizinischen Rehabilitation hat sich im Jahr 2021 wieder stabilisiert. Die DRV Hessen verzeichnete einen leichten Zuwachs von 2,6 Prozent. Für 2022 werde mit etwa 55.500 Anträgen gerechnet. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,7 Prozent gegenüber 2021.
„Bei den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sehen wir nicht erst seit dem Einbruch durch Corona einen rückläufigen Trend bei den Antragszahlen“, sagte Geschäftsführer Thomas Hild-Füllenbach. Die Gründe dafür seien vielfältig. Unter anderen wirke sich der hohe Beschäftigungsstand aus. Berufliche Qualifizierungsmaßnahmen seien weniger nachgefragt.
Geschäftsführerin Scarlet Anderson-Hauth berichtete darüber, dass sich die DRV Hessen am Ökoprofit-Programm der Stadt Frankfurt beteilige – einem Kooperationsprojekt mit der örtlichen Wirtschaft. Ziel sei die Zertifizierung als ökologischer Betrieb, auch um sich auf diese Weise als zukunftsorientierter Arbeitgeber zu positionieren. Scarlet Anderson-Hauth war seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Deutsche Rentenversicherung Hessen tätig – zuletzt seit 2019 als Mitglied der Geschäftsführung. Zum Jahresende tritt sie in den Ruhestand.
