Berlin (hib/sth). Immer mehr Frauen sind im Rentenalter auf Grundsicherung im Alter angewiesen. Wie aus der jetzt veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Gruppe Die Linke hervorgeht, stieg die Zahl der auf die lebensunterhaltsichernde Sozialhilfeleistung angewiesenen Frauen zwischen 2014 und 2024 von 312.388 auf 413.955 - ein Plus von mehr als 32 Prozent.
Die Bundesregierung äußert sich in ihrer Antwort auch zu Auswirkungen von Kindererziehungszeiten auf die Rente, zum Gender Pension Gap oder zur Erwerbsbeteiligung von Frauen in Deutschland. Diese sei in den vergangenen zehn Jahren von 2014 bis 2023 von 73,1 Prozent auf 77,2 Prozent gestiegen. Im dritten Quartal 2024 lag die Erwerbstätigenquote von Frauen demnach bei 77,6 Prozent. Mit diesen Zahlen liege Deutschland über dem EU-Durchschnitt von 71,0 Prozent, wie die Regierung betont.
Sie verweist aber darauf, dass das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial von Frauen weiterhin hoch sei. Denn noch immer würden die Hälfte aller Frauen in Teilzeit arbeiten und die durchschnittliche Arbeitszeit sei vergleichsweise gering. „Die hohe Teilzeitquote und die durchschnittlich niedrigen Wochenarbeitszeiten weisen auf unzureichende Rahmenbedingungen für die substanzielle Erwerbstätigkeit von Frauen hin“, stellt die Bundesregierung fest.
