Ihre-Vorsorge Logo

Löhne und Renten seit 1995 real gestiegen

DIW-Studie: Gesetzliche Renten haben in den letzten 25 Jahren um acht Prozent zugelegt, seit 2013 sogar um knapp 20 Prozent.

Artikel vorlesen

Tags

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Steigende Stapel von Münzen mit roter Kurve, im Hintergrund Mann mit Ordner und Taschenrechner. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andriy Popov

© Nicht definiert

Berlin (diw/sth). In den vergangenen 25 Jahren sind sowohl Löhne und Renten als auch die Haushaltsnettoeinkommen preisbereinigt gestiegen. Die Ungleichheit bei den Löhnen ist seit rund zehn Jahren deutlich gefallen, bei den verfügbaren Einkommen liegt sie weiterhin auf dem Niveau von 2005. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) jährlich die Einkommensentwicklung untersucht.

Studienautor Markus M. Grabka legte den Fokus der diesjährigen Untersuchung auf die langfristige Entwicklung von 1995 bis zur Corona-Pandemie (2020). Die Entwicklung lässt sich seiner Analyse zufolge in drei Phasen unterteilen: eine Stagnation von 1995 bis 2003, eine Zeit des Abschwungs bis zur Weltfinanzkrise, ein anhaltender Aufschwung mit ab 2013 bis zur Corona-Pandemie kräftig steigenden Bruttostunden- und Monatslöhnen. Die Verdienste der Beschäftigten legten laut Grabka – über den gesamten 25-Jahres-Zeitraum hinweg gesehen – im Schnitt um zehn Prozent zu, bei den Vollzeitbeschäftigten sogar um das Doppelte. „Diese unterschiedliche Entwicklung ist vor allem der vermehrten Teilzeitarbeit und der gestiegenen Zahl von Minijobs geschuldet“, sagt Grabka.

Gesetzliche Renten legten von 2013 bis 2020 um knapp 20 Prozent zu

Die positive Entwicklung der Löhne schlägt sich laut der DIW-Studie "auch in den Haushaltsnettoeinkommen nieder, die seit 1995 um 26 Prozent zugelegt haben". Die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, neben der Erwerbstätigkeit die zweitwichtigste Einkommensquelle, hätten sich ähnlich entwickelt, so Grabka: "Seit 1995 haben sie um acht Prozent zugelegt, seit 2013 sogar um knapp 20 Prozent." Wie sich die Corona-Pandemie auf Löhne, Einkommen und deren Ungleichheit auswirkt, ist nach Angaben des DIW-Sozialforschers bisher nur unvollständig erfasst. Vorläufige Stichproben ließen vermuten, dass die Pandemie "die Ungleichheit der Haushaltsnettoeinkommen bisher nicht erhöht hat". Die Auswirkungen der stark gestiegenen Inflation könnten aber eine größere Belastung von unteren und mittleren Einkommensbeziehern zur Folge haben.

„Die von der Bundesregierung beschlossene Energiepreispauschale ist als Entlastungsmaßnahme zu begrüßen“, sagt Grabka. Da diese aber nur für alle aktiv tätigen Erwerbspersonen gewährt werde, dürften andere Haushalte, die von dieser Maßnahme ausgeschlossen sind, nicht aus dem Blick geraten, wie Rentnerinnen, Rentner oder auch Studierende. „Für diese Gruppen sollten daher andere Instrumente einer finanziellen Unterstützung gefunden werden“, meint Grabka.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Union und SPD streiten um Details bei der geplanten Rentenreform. Auch die Präsidentin des Sozialverbands und die Chefin der Rentenkommission beteiligen sich an der Debatte.

Time
1 Minuten

Bei einer Reha müssen Patientinnen und Patienten 10 Euro am Tag selbst tragen. Doch es gibt Ausnahmen und Grenzen.

Time
3 Minuten

Die Bundesregierung verteidigt die Anbindung der Rente an die Löhne im Vergleich zu Anpassungen auf Basis einer Preisindexierung.

Time
2 Minuten

Das rentenupdate der Deutschen Rentenversicherung Bund liefert Zahlen, Daten und Fakten zu aktuellen Themen rund um die Rente.

Time
3 Minuten

Krempelt die Koalition die Rente wie angekündigt um – trotz aller Widerstände auch in den Reihen von CDU und SPD? Schwarz und Rot bemühen sich, die Reihen zu schließen.

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Onlinevorträge zu unterschiedlichen Themen an – auch zur Frage, welche Leistungen Hinterbliebene erhalten können.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026