Berlin (sth). Seit über 130 Jahren ist die gesetzliche Rente das zentrale Standbein der Alterssicherung der meisten Deutschen und von Millionen Ausländerinnen und Ausländern. Der Haushalt der Deutschen Rentenversicherung umfasste nach Angaben der Bundesvorstandsvorsitzenden Anja Piel im Jahr 2022 etwa 355 Milliarden Euro – und damit rund drei Viertel der Ausgaben des Bundes von etwa 481 Milliarden Euro. Angesichts dieser Zahlen – und mit Blick auf die politisch gewünschte zunehmende Bedeutung betrieblicher und privater Altersvorsorge – verwundert es nicht, dass sich die Rentenversicherung auch laufend Know-how und Rat aus der Wissenschaft holt.
Zentrales Bindeglied für den Austausch von Rentenexperten und Wissenschaftlern, die zur Sicherheit im Alter forschen, ist seit mehr als 20 Jahren das bei der Deutschen Rentenversicherung angesiedelte Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA). Das FNA unterstützt Forscher und Forschungsprojekte in erster Linie mit Stipendien und Zuschüssen sowie mit der Ausrichtung von Tagungen und Workshops. Im Jahr 2021 gab die Rentenversicherung dafür nach Angaben desFNA-Jahresberichts 2021 rund 850.000 Euro aus – etwa 30 Prozent mehr als noch 2019. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 – wohl nicht zufällig das Jahr, in dem die sogenannte Riester-Reform beschlossen wurde – bis Ende 2020 bewilligte das FNA insgesamt 50 Stipendien.
Etwa Prozent oder rund 677.000 Euro des FNA-Forschungsbudgets entfielen 2021 auf die Projektförderung. Außerdem bedeutsam waren demnach Stipendien mit etwa 105.000 Euro oder rund 12,3 Prozent der Ausgaben. Weitere Unterstützung leistete die Rentenversicherung durch die Ausrichtung von Tagungen und durch die Vergabe eines Forschungspreises. Daneben traten weitere Ausgaben für Veröffentlichungen (Druckkosten), aber zum Beispiel auch für Fachliteratur.
