Ihre-Vorsorge Logo

Rentner litten 2022 unter gestiegenen Energiekosten besonders

IW: Ruheständler aus dem ländlichen Raum mussten wegen der Fahrtkosten höhere Kosten verkraften als Rentenbeziehende aus Städten.

Artikel vorlesen

Tags

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Alte Hände mit einer Schüttelbörse mit Geldmünzen, auf dem Tisch liegen 50-Euro-Scheine. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

© Nicht definiert

Köln (iw/sth). Rentnerhaushalte haben 2022 wegen des hohen Energiekostenanteils an ihren Ausgaben stärker unter Kostensteigerungen gelitten als andere Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die vom Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA) bei der Deutschen Rentenversicherung gefördert wurde. Demnach mussten Rentnerhaushalte, die mit Öl heizen, im vergangenen Jahr eine Inflationsrate von 9,2 Prozent schultern. Für Seniorenhaushalte, die auf Fernwärme zurückgreifen konnten, fiel die Preissteigerungsrate dagegen mit 6,9 Prozent „merkbar niedriger aus“, so das IW. Im Durchschnitt der Haushalte mit gesetzlichem Rentenbezug betrug die Inflationsrate der Studie zufolge 8,3 Prozent.

Die höheren Preise für Benzin und Diesel hätten Rentnerinnen und Rentner wegen der im Schnitt kürzeren Strecken, die sie im Alltag zurücklegen müssen, „deutlich weniger“ gespürt als andere Haushalte, heißt es in der Studie weiter. Anders sei die Situation für Senioren im ländlichen Raum: „Da sie mehr für Verkehr und Energie aufwenden, spürten sie die Preissteigerungen besonders stark“, schreiben die vier Autoren der Studie. Ihre Inflationsrate habe bei 8,9 Prozent gelegen.

Belastungen auch abhängig von der jeweiligen Einkommenshöhe

Unterschiedliche Belastungen hätten sich auch abhängig von der jeweiligen Einkommenshöhe der Rentnerhaushalte gezeigt, so das IW. Diese hätten sich im Jahresverlauf teilweise umgekehrt und ausgeglichen. „Während zu Beginn des Jahres Rentnerhaushalte mit geringen Einkommen noch weniger von der Inflation belastet waren, kehrt sich das Bild zum Jahresende um“, sagte IW-Ökonomin Judith Niehues bei der Vorstellung der Studie. Im Jahresdurchschnitt habe die Inflation vor allem Rentnerhaushalte mit mittlerem Einkommen belastet.

Für die Studie wurden laut IW 10.600 Rentnerhaushalte untersucht, die eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Die Daten stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Jahres 2018, die größte freiwillige Haushaltserhebung der amtlichen Statistik. Um Aussagen über aktuelle Belastungen treffen zu können, wurden die Konsumdaten der EVS mit monatlichen Preisdaten des Statistischen Bundesamts bis zum Dezember 2022 fortgeschrieben.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Der Kanzler macht auch nach der CDU-Schlappe in Sachsen-Anhalt klar, dass große Gesetzesvorhaben weitergehen sollen. Bei der Rente signalisiert er Gesprächsbereitschaft über eine heikle Frage.

Time
2 Minuten

Gesellschaftsforscher haben sich eine wichtige Zahl zur Rente genauer angeschaut: die statistische Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren. Wie nah liegt sie an der Wirklichkeit?

Time
6 Minuten

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt mehren sich Stimmen in der Regierungskoalition, die viele Reformpakete wieder aufschnüren wollen. Im Zentrum der Kritik: die Vorschläge der Alterssicherungskommission.

Time
2 Minuten

Der erstmalige Bezug von Altersrente lag 2025 laut Jahresbericht der deutschen Rentenversicherung bei durchschnittlich 64,7 Jahren.

Time
1 Minuten

Angst vor Lücken in der Rentenbiografie durch lange Krankheit oder private Krankenversicherung? Das lässt sich vermeiden.

Time
3 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung erklärt in einer neu aufgelegten Broschüre Abzüge auf der Gehaltsabrechnung – und was Arbeitnehmer davon haben.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026