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Schweiz: Rentenalter für Frauen soll auf 65 Jahre steigen

Bei einer Volksabstimmung votierten die Eidgenossen am Sonntag knapp für ein höheres Renteneintrittsalter. Das Ziel: Stabilisierung der Rentenkasse.

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Rentnerpaar Arm in Arm mit einer karierten Decke umgelegt betrachtet Berge. – Bild: wdv.de © Jan Lauer

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Bern (ard/sth). Die Schweizer haben einer Erhöhung des Rentenalters für Frauen von 64 auf 65 Jahre laut Hochrechnungen offenbar äußerst knapp zugestimmt. Bei einer Volksabstimmung am Sonntag votierten nach Angaben von www.tagesschau.de dem vorläufigen amtlichen Ergebnis zufolge rund 51 Prozent der Wähler für die Initiative zur Stabilisierung der Rentenkasse. Für ausreichende Mittel in der Rentenkasse solle zudem eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 7,7 auf 8,1 Prozent sorgen. Für diesen Schritt stimmten dem Bericht zufolge 56 Prozent.

Die Erhöhung des Rentenalters solle die Rentenkasse mindestens für die kommenden zehn Jahre stabilisieren, heißt es weiter. Der Schritt sei laut der Schweizer Regierung nötig, weil geburtenstarke Jahrgänge das Rentenalter erreichten und die Lebenserwartung steige. Bereits 2004 und 2017 hatten die damaligen Regierungen versucht, eine ähnliche Rentenreform einzuführen, was aber an den Urnen scheiterte.

Linke und Gewerkschaften lehnten die Erhöhung ab. "Das ist kein guter Tag für Frauen", sagte eine Gegnerin der Initiative im Schweizer Fernsehen. Zuerst müsse sichergestellt werden, dass Frauen genauso viel verdienen wie Männer, hieß es. Der Schritt soll mit Ausgleichsmaßnahmen abgefedert werden: Tritt die Reform wie geplant 2024 in Kraft, werden sich Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969 zu besseren Bedingungen vorzeitig pensionieren lassen können oder einen Zuschlag erhalten, wenn sie bis 65 arbeiten. 

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