Hamburg (iv). Wie soll angesichts des demographischen Wandels die gesetzliche Rente zukünftig finanziert werden? Diese Frage diskutieren Forscher und Politiker intensiv. Laut einer repräsentativen Umfrage des Ipsos-Instituts ist für die überwiegende Mehrheit der Deutschen zumindest eines klar: Nicht über eine Erhöhung des Renteneintrittsalters.
Demnach halten nur sechs Prozent der Befragten diesen Weg für den sinnvollsten. 94 Prozent bevorzugen andere Lösungen. Den größten Anklang findet dabei der Vorschlag, das Rentensystem deutlicher als bisher mit Steuermitteln zu stärken. Knapp ein Viertel der Deutschen findet, die Regierung sollte in Aktien investieren, um mit dem möglichen Profit die Rentenkasse zu unterstützen.
Höhere Beiträge halten nur 11 Prozent für sinnvoll, eine Rentenkürzung sogar nur vier Prozent.
Jüngere würden eher höhere Beiträge zahlen als Ältere
Klare Unterschiede zeigen sich zwischen den Altersgruppen. Jüngere Befragte (18 bis 19 Jahre) können höheren Beiträgen wesentlich eher etwas abgewinnen als Ältere (17 Prozent). Auch die Aktienrente kommt bei Ihnen überdurchschnittlich gut an (27 Prozent) – genauso gut wie der Steuerzuschuss, der bei der mittleren und der älteren Generation mit Abstand am beliebtesten ist (41 und 42 Prozent).
Die Aktienrente ist zudem besonders bei Gutverdienern mit einem Nettoeinkommen von monatlich 4000 Euro und mehr beliebt (32 Prozent). Bei Menschen mit einem Nettoeinkommen von unter 2000 Euro kommt das Konzept deutlich schlechter an (16 Prozent).

