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Staat gibt deutlich mehr Geld für Familien aus

Familienreport 2020: Die Ausgaben für Familienleistungen sind merklich gestiegen, unter anderem für Kindertagesbetreuung und steuerliche Freibeträge.

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Vater und Sohn mit Rennbahn – Bildnachweis: wdv © Koch, Karsten

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Berlin (dpa). Die jährlichen Ausgaben des Staates für bestimmte familienpolitische Leistungen sind nach Angaben der Bundesregierung seit 2009 um mehr als 30 Milliarden Euro gestiegen. Wie aus dem „Familienreport 2020“ des Bundesfamilienministeriums hervorgeht, kletterten die Ausgaben für ausgewählte Familienleistungen von geschätzten rund 87 Milliarden Euro im Jahr auf inzwischen mehr als 120 Milliarden Euro jährlich. 2009 wurden etwa für das Elterngeld noch rund 4,5 Milliarden Euro ausgegeben. Im vergangenen Jahr waren es knapp 7 Milliarden.

Genannt werden daneben auch deutlich gestiegene Ausgaben etwa für die Kindertagesbetreuung, für das Kindergeld, für steuerliche Freibeträge oder für den Unterhaltsvorschuss.

Familie steht bei den Deutschen an erster Stelle

In dem 152-seitigen Bericht werden zudem vorliegende Daten zur Lage der Familien in Deutschland zusammengefasst. Familie steht demnach für die meisten weiterhin an erster Stelle. Auf die Frage: „Wenn Sie einmal Familie, Beruf, Hobbys und Freundeskreis in eine Rangfolge bringen: Was ist für Sie das Wichtigste, was steht an erster Stelle?“ antworteten in einer Allensbach-Umfrage im vergangenen Jahr 77 Prozent mit „Familie“. Laut „Familienreport“ hat es hier in den vergangen 15 Jahren nur minimale Verschiebungen nach oben oder unten gegeben.

Die häufigste Familienform in Deutschland sind dem Bericht zufolge zwar weiterhin verheiratete Eltern, der Anteil ist aber leicht gesunken (2018: 70 Prozent, 2008: 73 Prozent). Dafür gibt es inzwischen mehr Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende.

Väter beteiligen sich stärker an der Kinderbetreuung

Väter beteiligen sich laut „Familienreport“ immer mehr an der Kinderbetreuung. 2008 – ein Jahr nach der Einführung des Elterngeldes – machte jeder fünfte anspruchsberechtigte Vater (21 Prozent) davon Gebrauch. Der Anteil ist dann immer weiter angestiegen auf mehr als 40 Prozent im Jahr 2017. Inzwischen nimmt sich in einigen Bundesländern jeder zweite Vater eine Auszeit von der Arbeit für die Kinderbetreuung und bezieht Elterngeld.

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