„Geld stinkt nicht“
Ein Beispiel: Jeder sollte regelmäßig einmal im Monat oder zumindest im Quartal seine Finanzen checken. Bin ich richtig versichert? Zahle ich zu viel Zinsen? Bekomme ich zu wenig Zins für mein Geld? Wer hier über sein Geld nachdenkt, kann schnell einige 100 Euro, vielleicht sogar einige 1.000 Euro im Jahr sparen. Der Aufwand ist gering, der Ertrag immens – leichter lässt sich Geld kaum verdienen.
Das lässt sich nur dadurch vermeiden, dass man die Beratung vom Abschluss trennt und unabhängige Beratung in Anspruch nimmt. Die aber kostet Geld – und das schreckt natürlich ab. Wer so denkt, sollte sich aber einmal vor Augen halten, dass vermeintliche Gratis-Beratung natürlich auch etwas kostet. Denn der Berater oder Verkäufer bekommt eine Provision, die aus dem Kundengeld bezahlt wird.
Man sollte seine Finanzen immer im Blick haben - auch wenn es gerade gut geht. So erkennen Sie finanzielle Probleme leichter und können frühzeitig gegensteuern, wenn es mal schlecht läuft.
Erstens: Wenn wir alle kein Geld ausgeben oder immer auf die Billig-Varianten setzen, dann gefährden wir unseren Wohlstand. Denn Dauer-Dumpingpreise führen dazu, dass Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen – und morgen kann es mein eigener Arbeitsplatz sein, der wegrationalisiert wird.
Zweitens: Wenn Geiz dazu führt, dass wir alle buchstäblich „auf unserem Geld sitzen“, dann sägen wir an dem Wohlstands-Ast, auf dem wir sitzen. Denn ohne Konsum geht unsere Wirtschaft jämmerlich ein – und damit auch der Wohlstand in unserem Land.
Der Gesetzgeber beschloss vor rund zehn Jahren, das Rentenniveau schrittweise abzusenken. Laut Rentenbericht der Bundesregierung sinkt das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente auf 46,2 Prozent im Jahr 2025. Im Jahr 2010 betrug es noch 51,6 Prozent. Damit ist es an jedem Einzelnen, sich um eine ausreichende Altersvorsorge zu kümmern – und zwar rechtzeitig.
Und noch besser wäre es als Thema auf den Lehrplänen der Schulen. Denn während wir in der Schule zwar alles Mögliche auszurechnen lernen, hilft uns niemand dabei, nachzurechnen, wie wichtig private Altersvorsorge ist. In vielen Familien wird das Thema Geld gemieden, die Folge: Kinder haben keinen Bezug zu Geld, und lernen niemals, mit Geld umzugehen. Sie müssen sich alles zum Thema Geld selbst erarbeiten, dabei haben wir Eltern doch Erfahrungen in finanziellen Dingen, die wir weitergeben können.
Und selbst bei Erwachsenen gilt: Warum nicht über Geld reden? (Ver-) Schweigen führt nur dazu, dass Geld-Probleme ungelöst bleiben und immer schlimmer werden. Was soll man damit gewinnen? Lieber reden und offen sein – das hilft bei vielen Geld-Dingen.
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