Ihre-Vorsorge Logo

62 Prozent der Beschäftigten haben Zusatz-Altersvorsorge

Im Herbst 2023 sorgten 19,3 Millionen der rund 31,1 Millionen versicherungspflichtig Beschäftigten über "Riester" oder den Betrieb für das Alter vor – doch der Anteil ist rückläufig.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

3 Minuten

Veröffentlicht

Frau und Mann in Businesskleidung schütteln sich die Hände im Büro. Bild: IMAGO / Panthermedia / auremar

© Nicht definiert

Berlin/Frankfurt am Main (sth). Etwas mehr als drei von fünf Beschäftigten in Deutschland sorgen derzeit - ergänzend zur gesetzlichen Rente - kapitalgedeckt für das Alter vor. Das geht aus einem am Montag vom Bundesarbeitsministerium (BMAS) veröffentlichten aktuellen Forschungsbericht zur “Verbreitung der Altersvorsorge” hervor. Demnach erwarben im Herbst 2023 etwa 19,3 Millionen der damals rund 31,1 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Ansprüche auf zusätzliche Alterseinkünfte aus betrieblicher oder private Vorsorge. Das waren der BMAS-Studie zufolge 62 Prozent. Ein Vergleich mit den beiden Vorgängerberichten zeigt jedoch, dass der Anteil der Altersvorsorgesparer weiter rückläufig ist: So hatten 2015 noch mehr als 70 Prozent der Beschäftigten im Alter ergänzende Einkünfte zu erwarten, im Jahr 2019 noch etwa 66 Prozent. 

Etwa 16 Millionen Beschäftigte (52 Prozent) haben dem Bericht zufolge Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung (bAV). Dabei haben 33 Prozent der Beschäftigten eine privatwirtschaftlich organisierte bAV, 15 Prozent eine Zusatzversorgung des öffentlichen und kirchlichen Dienstes (ZÖD). Die bAV-Gesamtquote ist laut der von Verian (ehemals Kantar Public) erstellten Stude “bei Männern und Frauen identisch (52 Prozent)”. Allerdings erwerben demnach Männer mit 38 Prozent deutlich häufiger eine privatwirtschaftliche VAV als Frauen (28 Prozent). Frauen seien dagegen “mit 20 Prozent mehr als doppelt so häufig über die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes … abgesichert”, heißt es.

Mehr Frauen als Männer haben einen Riester-Vertrag

Gut ein Viertel (26 Prozent) der Arbeitnehmenden im Alter von 25 bis unter 67 Jahren zahlte dem Bericht zufolge Ende 2023 Beiträge für eine Riester-geförderte Altersvorsorge. Bei Frauen (32 Prozent) liege die Riester-Verbreitungsrate dabei “etwa anderthalbmal so hoch wie bei Männern (22 Prozent)”. Während die Riester-Quote “bei den Männern über alle Kategorien des Bruttoeinkommens hinweg stark und stetig zunimmt”, sinke sie bei den Frauen geringfügig mit dem Einkommen - von 36 Prozent auf 30 Prozent, so das BMAS.

Der Anteil von Frauen mit einer zusätzlichen Altersvorsorge ist laut dem BMAS-Bericht mit 65 Prozent leicht höher als der Anteil der Männer (60 Prozent). “Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass 38 Prozent keine Anwartschaften auf eine Zusatzvorsorge per bAV oder Riester-Vertrag erwerben”, betont die Studie. Besonders hoch sei der Anteil der Beschäftigten ohne zusätzliche Altersvorsorge “in den neuen Ländern, bei jüngeren Beschäftigten, bei Nicht-Deutschen, bei Geringverdienern und bei Personen ohne beruflichen Bildungsabschluss”.

Zusatzvorsorge im Westen stärker verbreitet

Laut der Befragung im Auftrag des BMAS ist die zusätzliche Altersvorsorge in den alten Ländern mit rund 64 Prozent stärker verbreitet als in den neuen Ländern mit rund 57 Prozent. Der Erwerbsumfang habe dagegen einen “überraschend geringen Einfluss auf den Verbreitungsgrad der zusätzlichen Altersvorsorge”, so das BMAS. Mit einer Vorsorgequote von 60 Prozent lägen Beschäftigte mit einer Wochenarbeitszeit unter 20 Stunden um nur zwei Prozentpunkte unter derjenigen von Beschäftigten mit 20 oder mehr Stunden. bAV- und Riester-Verträge zugleich seien in der Gruppe mit dem geringsten Erwerbsumfang “sogar weiter verbreitet als in den Gruppen mit längerer Wochenarbeitszeit”.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Die digitale Rentenübersicht zeigt auf einen Blick den Stand der eigenen Altersversorgung: Gesetzliche, betriebliche und staatlich geförderter privater Vorsorge werden zusammen dargestellt. Jetzt ist ein neuer Inflationsrechner dazugekommen, der die Auswirkungen von Preissteigerungen auf die Altersvorsorge zeigt.

Time
3 Minuten

Aktien und Börse sind für viele Menschen kein rotes Tuch. Auch viele junge Leute interessieren sich für Investments. Alte Vorurteile und Bequemlichkeit bleiben aber – mit ernsten Folgen für später.

Time
2 Minuten

Regelmäßige Vorsorge ist auch bei schwankenden Einnahmen möglich. Das Altersvorsorgedepot bietet neue Möglichkeiten für selbstständig Tätige.

Time
2 Minuten

Laut einer Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge möchten sich 49 Prozent der Befragten beraten lassen. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Einkommensgruppen.

Time
4 Minuten

Bank hat Kunden über Risiken fehlerhaft aufgeklärt und soll Schadenersatz zahlen. Stiftung Warentest rät Anlegern: Immobilienfonds trotz Verlusten an der Börse verkaufen.

Time
3 Minuten

Nach zwei Erhöhungen des Leitzinses sind Zinsen von deutlich über drei Prozent drin. Was Sparer jetzt tun können.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026